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München - Die Handballer des SC DHfK Leipzig kommen schneller in Liga eins als die Fußballer. Das Fieber in der Stadt ist ausgebrochen. Aufsichtsratsmitglied Stefan Kretzschmar ist stolz.

Quizfrage: Was haben der SC DHfK Leipzig und RB Leipzig gemeinsam? Antwort: Beide Klubs spielten in der Saison 2009/2010 noch in der Oberliga.

Hätte man damals eine Umfrage gestartet, wer in fünf Jahren in der Bundesliga spielt, wäre dies wohl fast einstimmig zugunsten des Fußballklubs ausgefallen.

Denn die wirtschaftliche Macht, die mit dem Konzern Red Bull hinter den Fußballern steht, ist um ein Vielfaches höher.

Doch den Aufstieg in die höchste Spielklasse hat nun tatsächlich das Handballteam als Erstes wahr gemacht, während RB zumindest noch ein weiteres Jahr in der 2. Liga antreten muss.

Kretzschmar an Erfolgsgeschichte beteiligt

Einen gewichtigen Anteil am Erfolg der DHfK hat auch Aufsichtsratsmitglied Stefan Kretzschmar, der 2009 zum Klub stieß, als dieser noch in der Oberliga Sachsen spielte.

Sechs Jahre und drei Aufstiege später ist der Klub nun in der Eliteklasse im Handball angekommen. 

"Das ist eine unfassbare Geschichte, und wir sind alle glücklich und stolz", sagt der SPORT1-Experte über die Erfolgsstory.

Handballfieber ausgebrochen

Im Laufe der Jahre ist auch das Handballfieber in Leipzig wieder ausgebrochen.

4.000 Zuschauer verfolgten den entscheidenden Sieg des sechsmaligen DDR-Meisters gegen Eintracht Hildesheim.

Für Kretzschmar steht deshalb außer Frage, dass das Umfeld und die Fans bereit sind für Liga eins: "Man freut sich auf Erstliga-Handball in Leipzig. Der DHfK Leipzig ist ein sehr sympathisches Projekt und wer hätte gedacht, dass man innerhalb von sechs Jahren von der fünften bis in erste Liga kommt?"

Ziel Klassenerhalt

Man hofft, den Etat in Liga eins auf 2,5 Millionen Euro anheben zu können. Zahlen, über die man bei RB nur müde lächeln kann.

In der DKB HBL will man erst einmal kleinere Brötchen backen.

"Es geht vom ersten Tag an einzig und allein um den Klassenerhalt. Das ist das primäre Ziel aller Aufsteiger. Es wird ein harter Fight diese Liga zu halten. Andere Ziele zu formulieren wäre völliger Wahnsinn und totaler Quatsch", sagte Kretzschmar.

Hoffnungsträger Weber

Großen Anteil am Aufstieg hat vor allem Torjäger Philipp Weber. Mit mehr als sieben Toren pro Partie ist der 22-Jährige der Top-Torjäger in der zweiten Liga.

Ballert Weber auch in Liga eins so weiter, kann Leipzig in der nächsten Saison auch in Liga eins für einige Überraschungen sorgen. Und vielleicht wird dann sogar der Traum vieler DHfK-Fans Realität, die 50 Jahre nach dem Gewinn des Landesmeister-Cups 1966 wieder internationale Spiele in Leipzig sehen wollen.

Anders als vor fünf Jahren würde es nun auch niemanden mehr verwundern, wenn der DHfK Leipzig auch dieses Ziel schneller als die Fußballkollegen erreicht.

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