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Fredrik Petersen beim Sprungwurf
Frederik Raahauge Petersen spielt seit 2013 für die Füchse Berlin © getty

Die Füchse Berlin ziehen gegen Barcelonas Starensemble völlig überraschend ins Finale der Klub-WM ein. Für das neuformierte Team geht es nun um den Titel - und viel Geld.

Das sportliche Ausrufezeichen haben die Füchse Berlin bereits gesetzt, nun soll auch die finanzielle Belohnung folgen.

Nach der Sensation gegen den Champions-League-Sieger FC Barcelona im Halbfinale der Klub-WM steht der Handball-Bundesligist dicht vor dem dritten Titel seiner Vereinsgeschichte - und einem "Jackpot" von 400.000 Dollar.

"Der Einzug in das Finale ist eine fantastische Leistung unserer Mannschaft und des neuen Trainerteams", sagte Füchse-Präsident Frank Steffel: "Jetzt wollen wir auch Weltmeister werden."

Mit 26:25 (12:15) hatte das erst durch eine Wildcard ins Turnier gekommene Team des neuen Trainers Erlingur Richardsson zuvor in Doha den haushohen Favoriten aus Spanien besiegt. Und dabei durchaus Hinweise darauf gegeben, dass der Umbruch beim EHF-Cup-Sieger nach namhaften Abgängen und dem Trainerwechsel auf einem guten Weg ist.

Im Finale gegen KC Veszprem

Am Donnerstag könnte die Krönung folgen. Mit einem Erfolg gegen den reichen ungarischen Klub und Champions-League-Finalisten KC Veszprem mit dem ehemaligen Nationalspieler Christian Zeitz würden die Berliner als zweiter deutscher Verein nach dem THW Kiel 2011 den Wettbewerb gewinnen.

"Das Spiel zeigt mir, dass die Richtung und die Idee der Füchse Berlin funktionieren könnten", sagte Geschäftsführer Bob Hanning.

Germany v Poland - IHF World Championship 2015 Playoff Leg Two
Nationaltorwart Silvio Heinevetter ist der große Rückhalt der Füchse © Getty Images

Denn die Veränderungen beim Pokalsieger von 2014 waren groß. Verdiente Spieler wie Iker Romero oder Konstantin Igropulo verließen den Verein, sechs neue Akteure wurden verpflichtet. Dazu kommen noch einige Eigengewächse - und natürlich Trainer Richardsson.

Rückenwind für den neuen Coach

Sechs Jahre lang hatte vor ihm sein isländischer Landsmann Dagur Sigurdsson den Verein geführt - aus dem deutschen Mittelmaß bis zum ersten europäischen Titel. Nach dem gelungenen Auftakt in der Bundesliga mit 4:2-Punkten dürfte auch der Erfolg bei der Klub-WM dem neuen Coach Rückenwind geben.

Deutlich ruhiger und zurückhaltender agiert Richardsson an der Seitenlinie - allerdings genauso analytisch wie sein Vorgänger.

Dabei ist seine Aufgabe keine leichte: Der Hauptstadtklub hat neben den Veränderungen auch noch mit Verletzungspech zu kämpfen. Sowohl Jungstar und Nationalspieler Paul Drux als auch Rechtsaußen Mattias Zachrisson zogen sich schwere Schulterverletzungen zu und fallen lange aus.

400.000 Euro für den Sieger

Nicht nur deshalb wäre die Siegprämie von 400.000 Dollar eine willkommene Finanzspritze. 250.000 Dollar haben die Berliner durch die Finalteilnahme bereits sicher; neben der gesteigerten internationalen Reputation schon jetzt ein Erfolg. Zum Vergleich: Für den Sieg im EHF-Cup in der vergangenen Saison gab es gerade einmal 100.000 Dollar.

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