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Michael Biegler wird neuen Frauen-Bundestrainer © twitter.com/kr73

Der DHB setzt auf den ehemaligen HSV-Coach als Nachfolger für Jakob Vestergaard. Der 54-Jährige lobt die Vielschichtigkeit seiner Rolle. Bereits sein Debüt hat es in sich.

Der deutsche Handball-Bund hat Michael Biegler als neuen Coach der deutschen Frauen-Handballnationalmannschaft vorgestellt.

Wie von SPORT1 bereits am Freitag berichtet, tritt der 54-Jährige die Nachfolge des kürzlich entlassenen Jakob Vestergaard an.

Biegler, der einen Vertrag bis zum 31. Dezember 2017 unterschrieb, trainierte bis zur Insolvenz im Dezember 2015 den DKB Handball-Bundesligisten HSV Hamburg und zeitgleich die polnische Männer-Nationalmannschaft.

Nach einem enttäuschenden siebten Platz bei der Heim-EM trat der 54-Jährige allerdings am 28. Januar von seinem Posten zurück.

Hanning: "Letzte Chance"

"Das ist großartig für den deutschen Handball", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning und fügte an: "Das ist die letzte Chance für den Frauen-Handball. Wenn das nicht funktioniert, dann kann man die Tür abschließen. Alle müssen an einem Strang ziehen, alle stehen ab sofort in der Pflicht, alles für den gemeinsamen Erfolg zu tun."

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Der DHB richtet im Dezember 2017 die Frauen-WM aus. "Unser Ziel ist das Halbfinale", sagte Präsident Andreas Michelmann.

Undankbares Debüt für Biegler

Biegler freut sich auf die Aufgabe: "Mich reizt die Aufgabe, und eine Nationalmannschaft ist immer eine große Herausforderung. Ich freue mich darauf, das gemeinsam mit Sportdirektor Wolfgang Sommerfeld anzugehen, denn wir arbeiten schon seit geraumer Zeit, der Anforderung entsprechend, sehr intensiv an der konzeptionellen Ausrichtung. An dem Projekt WM 2017 interessiert mich die hohe Intensität, die wir ab sofort alle in relativ kurzer Zeit an den Tag legen müssen. Aber auch die zweite Ebene ist reizvoll: Neben der leistungs- und ergebnisorientierten Arbeit wollen wir den Frauenhandball auch strukturell entwickeln und Hilfestellungen für die Gesamtentwicklung geben."

In Bieglers ersten Länderspielen in der Schweiz (1. Juni, St. Gallen) und gegen Island (4./5. Juni) geht es gleich um die noch nicht gesicherte Qualifikation für die EHF EURO 2016.

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