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Karabatic
Nikola Karabatic liegt mit Frankreich klar auf Viertelfinal-Kurs © Getty Images

Titelverteidiger und Mitfavorit Frankreich setzt im zweiten Spiel der Gruppenphase des Handball-Turniers bei Olympia in der Neuauflage des WM-Finals ein Ausrufezeichen.

Frankreichs Handballer haben auf dem Weg zum angestrebten olympischen Gold-Hattrick ein dickes Ausrufezeichen gesetzt.

Die Mannschaft um Superstar Nikola Karabatic deklassierte Vize-Weltmeister Katar in der Neuauflage des WM-Finales mit 35:20 (16:13) und ist nach dem zweiten Sieg im zweiten Spiel auf dem besten Weg ins Viertelfinale. Nach ihren Olympiasiegen 2008 und 2012 können die Franzosen bei den Sommerspielen in Rio als erstes Männerteam ihr drittes Gold in Serie holen.

Dänemark wahrt weiße Weste

Auch Mitfavorit Dänemark behielt am 2. Spieltag seine weiße Weste. Der Europameister von 2012 besiegte Tunesien mit 31:23 (17:10) und machte ebenfalls einen großen Schritt in Richtung K.o.-Runde. Lasse Svan und Casper Mortensen trafen je acht Mal.

Bester Werfer des Weltmeisters war Rechtsaußen Luc Abalo (7 Tore). Bei den Kataris, die zum Auftakt den EM-Dritten Kroatien (30:23) besiegt hatten, trafen Zarko Markovic, Rafael Capote und Marko Bagaric je vier Mal.

"So haben wir uns das vorgestellt", sagte Kentin Mahe von der SG Flensburg-Handewitt: "Katar hat viele gute Einzelspieler, aber eben nur Individualisten. Wir sind die bessere Mannschaft." Für sein Team müsse es jetzt ins Viertelfinale gehen, "dann unterhalten wir uns weiter. Wir tun gut daran, nur ein Ziel nach dem anderen zu verfolgen." Bei der EM in Polen waren die Franzosen völlig überraschend in der Hauptrunde ausgeschieden.

Frankreich, das mit einem 25:23 gegen Tunesien ins Turnier gestartet war, überzeugte gegen Katar vor allem mit einer bärenstarken zweiten Halbzeit. Vorne wirbelten Karabatic (5 Tore) und Co. nach Belieben, hinten zeigte Torwart-Altmeister Thierry Omeyer eine Parade nach der anderen. "Les Bleus" kassierten nach der Pause lediglich sieben Treffer.

Rückschlag für Brasilien

Einen ersten Dämpfer musste Gastgeber Brasilien einstecken. Der nächste Gegner des deutschen Teams unterlag Slowenien 28:31 (13:16). Ihr erstes Spiel hatten die Südamerikaner gegen den WM-Dritten Polen noch überraschend gewonnen (34:32). Für Slowenien war es nach dem Erfolg gegen Ägypten (27:26) der zweite Sieg.

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