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HANDBALL-IHF-PSG-FUECHSE
Die Füchse Berlin begossen den WM-Titel auf ungewöhnliche Art © Getty Images

Die Füchse Berlin müssen nach ihrem Triumph in Doha auf alkoholische Ausschweifungen verzichten. Manager Bob Hanning schießt unterdessen gegen das PSG-Starensemble.

Auf ein echtes Siegerbierchen oder gar einen großen Schluck aus der Champagner-Pulle mussten die frisch gebackenen Klub-Weltmeister der Füchse Berlin verzichten.

Mit alkoholfreien Cocktails stießen Matchwinner Silvio Heinevetter und Co. auf ihren ebenso sensationellen wie beeindruckenden Triumph beim Handball-Super-Globe in Doha an.

"Jungs haben richtig schön gefeiert"

"Es sind dort gerade die sogenannten Dry Days", sagte Füchse-Macher Bob Hanning am Tag nach dem 29:28 (12:15)-Finalsieg gegen das haushoch favorisierte Starensemble von Paris Saint-Germain um Nationalmannschafts-Kapitän Uwe Gensheimer: "Nicht einmal an den Hotelbars wird Alkohol ausgeschenkt. Ich habe mir aber sagen lassen, dass die Jungs auch so richtig schön gefeiert haben."

14 Stunden nach dem Überraschungscoup freute sich Hanning, den wichtige Termine zur frühen Rückreise nach Deutschland gezwungen hatten, noch immer total über die beeindruckende Vorstellung des mit etlichen jungen Profis bestückten Füchse-Teams. Für den umtriebigen Handball-Funktionär war der erneute Titelgewinn in Doha ganz hoch einzuschätzen, er sah darin einen "Triumph des Sports".

Heinvetter, der überragende Mann

"Auf der einen Seite stand eine Weltauswahl mit Spielern wie Thierry Omeyer, Nikola Karabatic oder Mikkel Hansen auf dem Feld", sagte der 48-Jährige: "Wir haben mit großer Leidenschaft und Identifikation dagegengehalten. Es ist schön, dass nicht immer nur das Geld gewinnen kann."

Leidenschaft gilt auch und besonders für den starken Heinevetter, der mit seinem Team nach Platz fünf in der Vorsaison nun auch in der Bundesliga eine richtig gute Rolle spielen will. "Wir wollen aus der Achterbahnfahrt der vergangen Saison lernen - dazu haben wir jetzt aber auch eine bessere Mannschaft", sagte der 31-Jährige, der kurz nach dem Schlusspfiff die "Dry Days" in Doha schon ein wenig bedauerte. "Es gibt nur alkoholfreies Bier", sagte Heinevetter etwas bedröppelt.

Doch dann wurde es auch so eine gelungene Siegfeier der Klub-Weltmeister 2016.

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