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Aron Palmarsson war im Halbfinale 2014 Kiels bester Schütze mit sieben Toren
Aron Palmarsson war im Halbfinale 2014 Kiels bester Schütze mit sieben Toren © getty images

Köln - Machbares Los für den THW: Im Halbfinale der Champions League treffen die Kieler erneut auf den ungarischen Meister. Nicht nur mit Christian Zeitz hat die Seiten gewechselt.

Machbares Los für den THW Kiel im Halbfinale der Champions League: Das Team von Alfred Gislason trifft am 30. Mai in Köln auf den ungarische Double-Gewinner MKB Veszprem, der im Semifinale 2014 den Kielern unterlegen war.

Zum Auftakt des Final 4 in der Lanxess Arena (alle Spiele im LIVETICKER) stehen sich der FC Barcelona und der polnische Meister KS Kielce gegenüber. Das ergab die Auslosung in der Domstadt.

Damit gibt es für die Zebras ein Wiedersehen mit Christian Zeitz und Momir Ilic, die im Sommer vom THW nach Veszprem wechselten.

Beim Finalturnier im EHF-Cup (16./17. Mai) trifft der HSV Hamburg im Halbfinale am Samstag auf Skjern Handbold aus Dänemark. Der Gastgeber Füchse Berlin bekommt es in der Max-Schmeling-Halle mit RK Gorenje Velenje aus Slowenien zu tun. Gesucht wird der Nachfolger der Ungarn Pick Szeged.

"Veszprem hat sehr erfahrene Leute, es wird sicher eine Frage der Tagesform sein", sagte THW-Geschäftsführer Thorsten Storm. "Wir sind nach einer schwierigen Saison erstmal froh, überhaupt beim Final 4 dabei zu sein."

Traumfinale gegen Barca?

Somit gehen die Kieler dem Starensemble von Barca - mit Rückraumshooter Kiril Lazarov sowie den drei Ex-Kielern Nikola Karabatic, Gudjon Valur Sigurdsson und Wael Jallouz - erst mal aus dem Weg.

Storm meint dazu: "Die anderen Mannschaften sind sicher auch froh, dem THW aus dem Weg gegangen zu sein."

Im Finale am 31. Mai könnte es dann zur Neuauflage des Endspiels von 2010 kommen, als sich Kiel dank elf Toren von Filip Jicha mit 36:34 gegen die Katalanen durchsetzte.

Bis 2020 in Köln

Als letzter von drei deutschen Teilnehmern setzt der THW auf den Heimvorteil der mit 20.000 Zuschauern ausverkauften Kölner Lanxess-Arena.

"Natürlich hat Kiel mit bis zu 12.000 Zuschauern im Rücken einen klaren Vorteil", sagte Veszprem-Manager Csabas Hajnal. Und Storm betonte: "Ich hoffe, dass alle deutschen Fans hinter uns stehen."

Der Heimvorteil ist deutschen Teams auch in Zukunft sicher. Am Dienstag unterzeichneten der Europäische Handballverband (EHF), die Stadt Köln und die Arenabetreiber einen neuen Vertrag, der dem Turnier bis 2020 den Verbleib in der Domstadt sichert.

Erstmals Teams aus vier Ländern

Bislang gab es beim seit 2010 in Köln ausgetragenen Final Four mit Kiel (2010, 2012), Hamburg (2013) und Flensburg (2014) viermal einen deutschen Sieger. Einzige Ausnahme ist der FC Barcelona, der 2011 den Titel gewann.

Die Kieler hatten im Achtelfinale Titelverteidiger Flensburg ausgeschaltet, bevor sie im Viertelfinale den Bezwinger der Rhein-Neckar Löwen, den ungarischen Vertreter Pick Szeged, besiegt hatten.

Zum ersten Mal in der Geschichte des Final Four kämpfen bei der Endrunde vier Teams aus vier verschiedenen Ländern um die europäische Handballkrone.

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