vergrößernverkleinern
Nikola Karabatic von PSG gegen Flensburg
Nikola Karabatic (r.) und Co. kassierten in Flensburg eine überraschend deutliche Pleite © dpa Picture-Alliance

Am 1. Spieltag der Champions League lässt der deutsche Pokalsieger Paris St. Germain keine Chance. Andersson und Eggert überragen. Ein Kreisläufer sorgt für Sorgenfalten.

Die SG Flensburg-Handewitt hat am 1. Spieltag der Champions League für eine Überraschung gesorgt.

Der deutsche Pokalsieger fertigte den Königsklassen-Mitfavoriten Paris St. Germain mit 39:32 (21:16) ab und zeigte eine beeindruckende Reaktion auf die beiden überraschenden Liga-Niederlagen in Wetzlar (21:24) und gegen Melsungen (32:33).

"Es war nur die erste Partie in einer langen Champions-League-Saison", sagte Coach Ljubomir Vranjes und mahnte: "Wir müssen die Kontinuität in unserem Spiel fortsetzen."

Eggert überragt

Vor 5800 begeisterten Zuschauern in der ausverkauften "Hölle Nord" ließen die Gastgeber gegen das französische Starensemble um Nikola Karabatic, Mikkel Hansen und Thierry Omeyer nach einem Blitzstart (7:2 nach neun Minuten) nie nach und behielten die Franzosen im Griff.

Nach dem Seitenwechsel kam Paris zwar bis auf drei Tore heran, doch Flensburg verlor nicht die Nerven und zog am Ende wieder davon.

Überragende Spieler waren Torhüter Mattias Andersson, der Karabatic und Co. mit zahlreichen Paraden zur Verzweiflung trieb, und Anders Eggert. Der Linksaußen erzielte 13 Tore. Auch Holger Glandorf (neun Tore) bot eine Klasseleistung.

"Es war schön zu sehen, was möglich ist, wenn wir sehr gut spielen und jeder für den anderen da ist", meinte Rückraumspieler Rasmus Lauge: "Mental waren wir auf einem ganz anderen Level als zuletzt".

Sorge um Zachariassen

Hansen (9) und Karabatic (7) trafen für die Gäste am häufigsten.

"Ich bin sehr glücklich und stolz. Unsere Verteidigung war sehr, sehr gut", sagte Vranjes, der allerdings auch eine negative Nachricht hinnehmen musste. Kreisläufer Anders Zachariassen verletzte sich bei einem Sprung in den Kreis am Knie und konnte nicht mehr weiterspielen. Die genaue Diagnose steht noch aus.

"Es schmerzt nicht zu sehr und ich kann laufen", sagte Zachariassen nach der Partie.

Am Donnerstag hatte der deutsche Meister THW Kiel eine deutliche 22:29-Niederlage beim kroatischen Serienmeister RK Zagreb kassiert. Am Sonntag (19 Uhr) fordert Vizemeister Rhein-Neckar Löwen den Titelverteidiger FC Barcelona heraus.

SG Flensburg-Handewitt - Paris Saint-Germain Handball 39:32 (21:16)
Tore: Eggert (13), Glandorf (9), Svan (5), Mogensen (4), Schmidt (3), Zachariassen (3), Jakobsson (1), Toft Hansen (1) für Flensburg - Hansen (9), Nikola Karabatic (7), Kounkoud (4), Gunnarsson (3), Abalo (2), Narcisse (2), Onufrjienko (2), Honrubia (1), Luka Karabatic (1), Mollgaard Jensen (1) für Paris
Zuschauer: 5800

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel