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Patrick Wiencek (l.) verletzte sich bei Kiels Heimsieg schlimm am Knie
Patrick Wiencek (l.) verletzte sich bei Kiels Heimsieg schlimm am Knie © Getty Images

Der deutsche Handball-Rekordmeister THW Kiel hat in der Champions League ein hochintensives deutsches Duell mit der SG Flensburg-Handewitt gewonnen.

Im dritten Nordderby binnen 45 Tagen setzte sich die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason am Samstag mit 27:23 (14:13) durch.

Kiel hatte schon nach zwölf Minuten den Ausfall des bulligen Kreisläufers Patrick Wiencek verkraften müssen, der Nationalspieler hatte sich das Knie verdreht. "Er verspürt einen stechenden Schmerz, das Knie ist instabil", sagte THW-Mannschaftsarzt Detlev Brandecker bei Sky. Gislason meinte nach der Partie: "Patrick wird sehr lange ausfallen."

Nach drei Spielen steht Kiel mit Paris St. Germain und RK Zagreb punktgleich (alle 4 Zähler) an der Spitze der Gruppe A.

"Die Mannschaft hat sehr gut gekämpft. Es war ein großartiges Handballspiel", sagte Gislason. Durch den ebenso hart erkämpften wie dringend benötigten Heimsieg hat der THW damit weiter gute Chancen auf den Sieg in der hochkarätig besetzten Vorrundengruppe. Dieser bedeutet im neuen Modus den direkten Einzug ins Viertelfinale. Die Flensburger unter Coach Ljubomir Vranjes, der am Samstag 42 Jahre alt wurde, müssen mit zwei Zählern in den kommenden Wochen zulegen.

Kiel hatte die SG im August im Supercup geschlagen, in der Liga setzte es Anfang September eine Niederlage. Auch das dritte Duell war zu jedem Zeitpunkt eines auf Augenhöhe, lange konnte sich keine Mannschaft absetzen. Erst in der Schlussphase steuerte Kiel klar auf den Sieg zu, in diesen Minuten war THW-Torhüter Nikolas Katsigiannis der herausragende Mann auf dem Platz.

Bester Kieler Werfer war EM-Torschützenkönig Joan Canellas mit sieben Treffern, für die Gäste waren der frühere Nationalspieler Holger Glandorf und Lasse Svan (jeweils 4) am erfolgreichsten.

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