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Rune Dahmke (M.) und Co. kassieren die dritte Pleite im siebten Spiel
Rune Dahmke (M.) und Co. kassieren die dritte Pleite im siebten Spiel © imago

Kiel - Der THW muss sich den mit Rückkehrern Paris St. Germain in eigener Halle geschlagen geben. Vor allem Torwart Thierry Omeyer bringt den Rekordmeister zur Verzweiflung.

Dem Desaster in der ersten Halbzeit folgte ein verrückter Krimi - am Ende machte sich beim Treffen der "Alten Bekannten" doch Enttäuschung breit beim THW Kiel.

Im Champions-League-Showdown gegen Topfavorit Paris Saint-Germain verpassten die Zebras eine Überraschung.

Drei Tage vor dem richtungsweisenden Kracher in der DKB HBL gegen den HSV Hamburg (ab 15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1, im LIVESTREAM und im LIVETICKER) verlor das Team von Trainer Alfred Gislason vor heimischer Kulisse gegen den französischen Meister mit 26:30 (10:16).

Omeyer überragend

Die dritte Niederlage im siebten Spiel der Königsklasse bedeutete für den deutschen Rekordmeister Platz vier in der Tabelle der Gruppe A.

DATENCENTER: Die Tabelle der EHF Champions League

Das Spiel war vor allem geprägt von der Rückkehr gleich fünf ehemaliger Kieler an die Stätte früherer Erfolge. Neben Nikola Karabatic und Staffan Olsson kehren auch Rückraumschütze Daniel Narcisse und Torwart-Titan Thierry Omeyer sowie Trainer-Legende Zvonimir Serdarusic an die Förde zurück.

Insbesondere Omeyer brachte den THW immer wieder zur Verzweiflung, hielt vor allem in der ersten Halbzeit überragend gegen verkrampfte Kieler. "Wir haben eine super erste Hälfte gespielt", sagte der Keeper bei Sky. PSG-Spielmacher Karabatic, der an alter Wirkungsstätte nur drei von zehn Würfen im Tor unterbrachte, meinte: "Wir haben nie die Nerven verloren und clever gespielt."

"Können stolz sein"

Nach der Pause kämpfte sich der immer besser aufspielende THW, der in der Bundesliga bereits sechs Minuspunkte auf dem Konto hat, zwischenzeitlich bis auf einen Treffer zurück in die Partie (57.), doch für den Sieg reichte es nicht.

"In der ersten Halbzeit haben wir so gut wie alles falsch gemacht, waren drucklos und langsam im Angriff, in der Phase hat dann auch noch Omeyer überragend gehalten", sagte Gislason: "Nach der Pause waren wir schneller, geduldiger."

"Auf die zweite Halbzeit können stolz sein", fügte Eigengewächs Rune Dahmke der auf drei Treffer kam, an.

Bester Werfer der Kieler war Marko Vujin (5), der kroatische Rückraumstar Domagoj Duvnjak Joan Canellas folgten danach (jeweils 4).

Für die millionenschwere Mannschaft von Serdarusic, der 25 seiner 28 Titel als Trainer mit Kiel feierte, traf Sergej Onufrijenko am häufigsten (7).

Der Sieger der Gruppe zieht direkt ins Viertelfinale ein. Die Teams auf den Rängen zwei bis sechs erreichen das Achtelfinale.

Die Partie im Stenogramm

THW Kiel - Paris Saint-Germain 26:30 (10:16)
Tore: Marko (5), Canellas Reixach (4), Duvnjak (4), Sprenger (3), Anic (3), Dahmke (3), Weinhold (2), Toft Hansen (1), Dissinger (1) für Kiel
Onufrjienko (7), Narcisse (6), Hansen (4), Honrubia (4), Abalo (3), Nikola Karabatic (3), Luka Karabatic (2), Mollgaard Jensen (1) für Paris

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