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In Aktion: Andy Schmid von den Rhein Neckar Löwen
Andy Schmid hatte kurz vor Spielende die Chance auf den Ausgleich © Getty Images

Die Rhein-Neckar Löwen müssen in der Champions League die zweite Niederlage innerhalb weniger Tage hinnehmen. Flensburg behauptet seine Spitzenposition gegen Celje.

Nach dem Rückschlag im Bundesliga-Titelkampf haben die Rhein-Neckar Löwen auch in der Champions League gepatzt.

Die SG Flensburg-Handewitt blieb dagegen auch in der Königsklasse trotz einer mäßigen Leistung erfolgreich.

Drei Tage nach dem 22:25 gegen die Flensburger verloren die Löwen beim polnischen Champion KS Vive Kielce, Klub des deutschen Europameisters Tobias Reichmann, trotz einer spektakulären Aufholjagd mit 27:28 (10:12). 

Die SG siegte beim slowenischen Außenseiter RK Celje 29:26 (12:15) und behauptete die Tabellenspitze in der Gruppe A vor dem punktgleichen Star-Ensemble von Paris St. Germain, das 40:28 gegen Besiktas Istanbul gewann. (Die Tabellen der Champions League)

Möller guter Andersson-Vertreter

Die Entscheidung über den Gruppensieg, der den direkten Einzug in die zweite K.o.-Runde (Viertelfinale) sichert, fällt für die Flensburger in den letzten beiden Spielen gegen die direkten Verfolger MKB Veszprem in einer Woche und in Paris am 6. März.

In Celje reichte der SG eine Leistungssteigerung in der Schlussphase zum Sieg. Lasse Svan (8) sowie Holger Glandorf und Thomas Mogensen (beide 6) waren die besten Werfer.

Anders Eggert traf in seinem 400. Spiel für die SG viermal.

"In der ersten Halbzeit haben wir etwas zu viel verworfen, danach kontrollieren wir das Spiel aber gut", sagte SG-Trainer Ljubomir Vranjes, der einigen Stars Auszeiten gönnte, bei Sky. Ein Extralob verteilte er an Ersatztorwart Kevin Möller, der die Nummer eins Mattias Andersson glänzend vertrat.

Schmid vergibt Last-Minute-Chance

Die Löwen lagen zwei Minuten vor dem Ende bereits mit vier Toren zurück, hatten nach schnellen Treffern von Andy Schmid, Stefan Sigurmannsson und Alexander Petersson am Ende aber sogar noch die Chance zum Ausgleich.

Doch Schmid vergab zwei Sekunden vor dem Ende.

"Wir hätten mindestens einen Punkt verdient gehabt. Die Niederlage ist extrem ärgerlich, denn die Jungs haben super gekämpft", sagte Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen bei Sky.

Die bereits für das Achtelfinale qualifizierten Löwen verpassten in der Gruppe B im Rennen um die Plätze zwei bis vier, die in der ersten K.o.-Runde das Heimrecht im Rückspiel garantieren, einen wichtigen Sieg.

Verfolger Vardar Skopje (14) bezwang IFK Kristianstad 38:36 (21:19) und sitzt auf Rang fünf den Mannheimern zwei Spieltage vor dem Ende der Gruppenphase im Nacken.

Bester Werfer der Löwen, die auf den erst kürzlich von einem Wadenbeinbruch genesenen Nationalspieler Patrick Groetzki verzichteten, war Mads Mensah Larsen mit sechs Treffern.

Reichmann steuerte auf Kielces Seite vier Tore bei.

Die Spiele im Stenogramm:

KS Vive Targi Kielce - Rhein-Neckar Löwen 28:27 (12:10)

Tore: Cupic (5), Buntic (5), Reichmann (4), Zorman (4), Lijewski (2), Strlek (2), Bielecki (2), Jachlewski (1), Aguinagalde Akizu (1), Jurecki (1), Paczkowski (1) für Kielce - Larsen (6), Petersson (5), Ekdahl du Rietz (4), Sigurmannsson (3), Baena Gonzalez (2), Steinhauser (2), Gensheimer (2), Schmid (2), Kneer (1) für Rhein-Neckar

RK Celje - SG Flensburg-Handewitt 26:30 (15:12)

Tore: Janc (7), Mlakar (5), Poteko (3), Zvizej (3), Blagotinsek (2), Marguc (2), Kodrin (1), Zarabec (1), Razgor (1), Babarskas (1) für Celje - Svan (8), Mogensen (6), Glandorf (6), Eggert Magnussen (4), Djordjic (2), Schmidt (2), Mahe (1), Kozina (1) für Flensburg

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