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Flensburgs Thomas Mogensen steuerte gegen die Kieler (Erlend Marmelund, links, und Ilja Brozovic
Flensburgs Thomas Mogensen steuerte gegen die Kieler (Erlend Marmelund, links, und Ilja Brozovic) vier Treffer bei © DPA Picture-Alliance

In einem rasanten Nordderby lässt die SG Flensburg-Handewitt dem THW Kiel in der EHF Champions League keine Chance. Andersson hext die SG zum Rekordsieg.

Mit ihrem höchsten Derby-Sieg gegen den Erzrivalen THW Kiel hat die SG Flensburg-Handewitt die Tabellenführung in der Champions League zurückerobert.

Mit einem eindrucksvollen 37:27 (17:14)-Erfolg im 87. Nordderby zog die SG in der Gruppe A am punktgleichen französischen Rivalen PSG Handball (beide 18) und MKB Veszprem KC aus Ungarn (17) vorbei. (Spielplan und Tabellen der Handball Champions League)

Flensburg hat damit große Chancen, sich auf dem angepeilten Weg ins Final Four als Gruppensieger direkt für das Viertelfinale zu qualifizieren. Für die Mannschaft von Trainer Ljubomir Vranjes war es der achte Sieg in Folge in der Königsklasse, für die stark ersatzgeschwächten Kieler die fünfte Niederlage.

Zuletzt hatte die SG im Hinspiel in Kiel (23:27) verloren. Der THW hat als Gruppenvierter den Einzug ins Achtelfinale bereits sicher.

Andersson und Lauge glänzen

Schon Mitte der zweiten Halbzeit feierten die SG-Fans in der mit 6300 Zuschauern ausverkauften Flens-Arena ihre Helden mit lautstarken Gesängen und rhythmischem Klatschen. Zu diesem Zeitpunkt stand es 27:19, die Vorentscheidung war gefallen.

Vor allem dank Rasmus Lauge, der nach der Pause mit sieben Treffern zum Matchwinner avancierte, neben Keeper Matthias Andersson.

Der Schwede vernagelte das Gehäuse. Lauge kam insgesamt auf neun Tore, sechsmal traf sein Landsmann Lasse Svan. "Wir sind gelaufen ohne Ende, haben Druck gemacht und schnell gespielt. Das war unglaublich", sagte Lauge.

Ersatzgeschwächte Kieler harmlos

Kiel hielt bis zur 20. Minute noch gut mit, dann jedoch riss der Faden. Die SG spielte ihre Angriffe schnell aus, der THW fand dagegen kein Mittel.

Auch der Rückraum um den Kroaten Domago Duvnjak (8 Treffer) kam nicht wie gewohnt zum Zug, agierte oft zu langsam und schwerfällig. "Flensburg war einfach besser, sie haben verdient gewonnen", sagte Duvnjak, bekannte aber: "Eine Niederlage mit zehn Toren tut weh."

Allerdings musste Kiel ohne die langzeitverletzten Patrick Wiencek, Rene Toft Hansen, Steffen Weinhold und Christian Dissinger sowie den nicht spielberechtigten Winter-Einkauf Blazenko Lackovic auskommen.

Dafür konnte Gislason die beiden HSV-Neuverpflichtungen Dener Jaanimaa und Ilija Brozovic einsetzen. Dennoch blieben dem Isländer kaum Alternativen, um die Wende noch zu schaffen.

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