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THW Kiel v Orlen Wisla Plock - EHF Champions League
Domagoj Duvnjak und der THW lassen sich den Sieg spät nehmen © Getty Images

Eine schwache Schlussphase kommt Kiel im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League teuer zu stehen. Der THW unterliegt Pick Szeged trotz des Comebacks von EM-Held Dissinger.

Der deutsche Rekordmeister THW Kiel muss um den Einzug ins Viertelfinale der Champions League bangen.

Der dreimalige Champion musste sich beim ungarischen Vizemeister Pick Szeged im Achtelfinal-Hinspiel nach Schwächen in der Schlussphase mit 29:33 (14:16) geschlagen geben.

Damit steht der THW im Rückspiel am kommenden Mittwoch (18.30 Uhr) vor einer Herkules-Aufgabe.

Im Vorjahr hatte Kiel im Viertelfinale in Szeged "nur" mit zwei Toren verloren, in der heimischen Ostseehalle aber mit acht Treffern Vorsprung gewonnen und damit den Einzug ins Final Four in Köln noch geschafft.

Einen ähnlicher Kraftakt wird nun an der Förde wieder nötig sein.

Vor 3200 Zuschauern in der ausverkauften Stadtsporthalle in Szeged wogte die Partie über weite Strecken hin und her. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Zumindest das Ziel der Kieler, Szegeds Top-Torjäger Dean Bombac weitgehend auszuschalten, wurde erreicht.

Der Slowene, zuvor mit 90 Treffern drittbester Schütze der Champions League, kam nur auf vier Tore.

In den letzten Minuten aber verspielte der THW eine Zwei-Tore-Führung (28:26) leichtfertig und verlor völlig den Faden.

Bester Werfer beim 20-maligen deutschen Meister war der Serbe Marko Vujin mit sieben Toren.

Sein Debüt im THW-Team nach zweimonatiger Pause gab Europameister Christian Dissinger. Der Rückraum-Shooter hatte sich beim EM-Triumph einen Muskelbündelriss in den Adduktoren zugezogen.

Dissinger bemühte sich, manchmal etwas zu viel, hatte aber in der zweiten Halbzeit einige gute Szenen. Insgesamt kam er auf drei Treffer.

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