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Jim Gottfridsson (l.) spielt seit 2013 in Flensburg
Jim Gottfridsson (l.) spielt seit 2013 in Flensburg © getty

Die SG Flensburg-Handewitt besiegt die Rhein-Neckar Löwen und steht zum vierten Mal in Folge im Endspiel des DHB-Pokals. Es winkt der erste nationale Titel seit dem Pokalsieg von 2005.

Die SG Flensburg-Handewitt steht zum vierten Mal in Folge im Endspiel des DHB-Pokals.

Der deutsche Vizemeister besiegte die Rhein-Neckar Löwen mit 30:26 (16:12) und greift nach seinem ersten nationalen Titel seit dem Pokalsieg von 2005.

Der Finalgegner wird im zweiten Halbfinale zwischen den Füchsen Berlin und der MT Melsungen am Samstagabend ermittelt.

Eggert und Svan beste Werfer

Bester Flensburger Torschütze vor rund 13.000 Zuschauern in der nicht ganz ausverkauften Arena in Hamburg waren Linksaußen Anders Eggert und Rechtsaußen Lasse Svan mit je sieben Treffern.

Zudem überzeugte Torhüter Mattias Andersson mit zahlreichen Paraden.

"Jetzt wollen wir den Titel"

"Ich bin sehr zufrieden mit unserem Spiel, aber im Finale müssen wir noch eine Schippe drauflegen", sagte Andersson mit Blick auf das Endspiel am Sonntag: "Aus den letzten Jahren haben wir viel gelernt. Jetzt wollen wir den Titel." Flensburg, Pokalsieger von 2003, 2004 und 2005, war in den vergangenen drei Jahren jeweils im Finale am THW Kiel gescheitert.

Bei den Löwen, die weiter auf den ersten nationalen Titel der Vereinsgeschichte warten, traf Rechtsaußen Patrick Groetzki am häufigsten (9).

Löwen-Trauma hält an

Für die Mannheimer setzt sich damit eine Negativserie fort: Auch bei der siebten Final-Four-Teilnahme seit 2006 blieb die Mannschaft um Kapitän Uwe Gensheimer ohne den erhofften Triumph.

"Wir sind sehr traurig. Aber wir hatten heute einen schlechten Tag. Es haben Dinge nicht geklappt, die sonst im Schlaf funktionieren", sagte Löwen-Manager Thorsten Storm und ergänzte: "In den entscheidenden Situationen war Andersson dann der X-Faktor für Flensburg."

Flensburg mit Blitzstart

Den besseren Start in die Partie erwischten die Flensburger.

Hinten ließ die kompromisslose SG-Deckung den Löwen-Angriff kaum zur Entfaltung kommen, vorne fanden Nationalspieler Holger Glandorf und Co. immer wieder die Lücke zum Tor. Und so führten die Nordlichter schnell mit 6:2 (11.).

Auch in der Folge taten sich die Mannheimer schwer und standen sich bei ihrer Aufholjagd oft selbst im Weg.

Zum einen scheiterten die Löwen-Schützen eins ums andere Mal am starken SG-Keeper Andersson, zum anderen dezimierte sich das Team immer wieder mit unnötigen Zeitstrafen.

Hoffnung übegründet

Auch im zweiten Abschnitt kam die SG besser aus den Startlöchern. Zunächst erhöhte Glandorf mit seinem vierten Treffer zum 18:13 (33.), dann baute Rechtsaußen Svan die Führung per Doppelschlag erstmals auf sechs Tore aus (20:14).

Hoffnung keimte bei den Löwen noch einmal Mitte der zweiten Hälfte auf, als Gensheimer und Groetzki bis auf drei Treffer verkürzten (18:21). Näher kamen die Badener allerdings nicht mehr heran.

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