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Stefan Kretzschmar THW Kiel Rhein-Neckar Löwen
Stefan Kretzschmar sieht im Pokalduell zwischen den Rhein-Neckar Löwen und dem THW Kiel keinen Favoriten © SPORT1/getty

Stefan Kretzschmar erwartet im Viertelfinale der Rhein-Neckar Löwen gegen den THW Kiel eine ganz enge Kiste und schätzt in seiner SPORT1-Kolumne die Teams ein.

Hallo Handball-Fans,

das Duell zwischen den Rhein-Neckar Löwen und dem THW Kiel (ab 18.55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM) ist sicherlich DER Kracher im Viertelfinale des DHB-Pokals.

Kiel ist, sowohl was Kader und aktuelle Form angeht, das Nonplusultra. Der THW ist die stärkste Mannschaft der Liga - aber das zweitstärkste Team sind eben schon die Löwen. Sie haben den Heimvorteil und deswegen sind die Voraussetzungen für mich sehr ausgeglichen.

Es gibt keinen eindeutigen Favoriten. Nicht nur in meinen Augen ist es das vorweggenommene Endspiel. Das wird sicherlich die spannendste und hochklassigste Partie des Viertelfinales.

Im Pokal muss man abgezockt sein. Da brauchst du eine akkurate Torhüterleistung. Auch da ist keine Mannschaft eindeutig vorne. Es wird auf die Tagesform ankommen. Wer hat das bessere spielerische Konzept? Wer lässt den Ball schneller laufen? Wer macht weniger technische Fehler?

Beide Teams liegen so nah beieinander und sind auf einem solchen Spitzenniveau - das wird eine ganz enge Kiste.

Aber egal, wer sich durchsetzt und ins Rewe Final Four in Hamburg (9. Und 10. Mai LIVE im TV auf SPORT1) einzieht - ich glaube nicht, dass das einen Einfluss auf den Titelkampf in der DKB HBL hat.

Beide Teams sind noch in der Champions League und haben dadurch sowieso die Doppelbelastung, können sich dort aber gleichzeitig auch Selbstvertrauen holen. Kiel und die Löwen haben im Achtelfinale lösbare Aufgaben.

Beide sind in der Liga gut unterwegs. An Ostern gibt es das direkte Duell. Das ist natürlich das Schlüsselspiel. Ich bin mir sicher: In der HBL wird es wieder spannend bis zum Schluss. 

Bis zum nächsten Mal,

Euer Kretzsche

Stefan Kretzschmar, 41, ist seit 2009 als Experte und Co-Kommentator das Handball-Gesicht von SPORT1. Der neben Heiner Brand wohl bekannteste deutsche Handballer hat in 218 Länderspielen 817 Tore für den DHB erzielt, gewann unter anderem Olympia-Silber in Athen 2004. In der Bundesliga war der ehemalige Weltklasse-Linksaußen für den SC Dynamo Berlin, Blau-Weiß Spandau, den VfL Gummersbach und zuletzt den SC Magdeburg aktiv, mit dem er 2002 die Champions League gewann. Bei SPORT1.de analysiert "Kretzsche" wöchentlich in seiner Kolumne das Handball-Geschehen.

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