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SG Flensburg-Handewitt v SC Magdeburg - DHB Cup Final
Anders Eggert, Lasse Svan und Thomas Mogensen (v.l.) feiern nach vier vergeblichen Versuchen den Pokalsieg © Getty Images

Die SG Flensburg-Handewitt hat zum vierten Mal den DHB-Pokal gewonnen und im fünften Anlauf ihren Final-Fluch gebannt.

Das Team von Coach Ljubomir Vranjes setzte sich in einem denkwürdigen Endspiel-Thriller vor 13.300 Zuschauern in Hamburg mit 5:4 im Siebenmeterwerfen durch. Nach regulärer Spielzeit und der zehnminütigen Verlängerung hatte es 27:27 (24:24, 11:11) gestanden.

Vierter Pokalsieg

Damit gewann Flensburg die vierte Trophäe nach 2003, 2004 und 2005. In den vergangenen vier Finals in der Hansestadt waren die Fördestädter jeweils im Finale gescheitert. Den entscheidenden Siebenmeter verwandelte der Schwede Hampus Wanne.

Magdeburg blieb der zweite Triumph nach 1996 verwehrt. Die Klub von Coach Geir Sveinsson bewies nach schwierigen Jahren mit großen finanziellen Schwierigkeiten jedoch, dass er wieder an der Spitze des deutschen Handballs angekommen ist.

Flensburg bestach in einer von Beginn an umkämpften Partie vor allem durch seinen gewohnt starken Keeper Mattias Andersson und physische Robustheit. Beste Werfer waren Anders Eggert (8/5) und Johan Jakobsson (6).

Magdeburgs Fans mit Schiri unzufrieden

Der SCM kam dagegen vielfach durch konsequente Gegenstöße zu Treffern - Jure Natek (6) und Robert Weber (6/3) waren die erfolgreichsten Torjäger.

Flensburg ärgerte den SCM zu Beginn mit einer offensiven und enorm aggressiven Deckung. Auch SG-Keeper Mattias Andersson war sofort ein Faktor und stellte das Team aus Sachsen-Anhalt vor Probleme - die SG zog dank der hellwachen Eggert und Thomas Mogensen auf 5:1 davon (10.).

Die Hamburger Arena kochte, auch weil sich die lautstarken Magdeburger Fans mehr und mehr auf das Schiedsrichter-Duo Holger Fleisch und Jürgen Rieber einschossen. Auch die Sveinsson-Sieben reagierte wütend und arbeitete sich dank schneller Gegenstöße wieder heran. Marko Bejzak schaffte den Ausgleich zum 7:7 (21.), bis zur Pause blieb es umkämpft.

Eggert rettet Flensburg

Der SCM, der zuletzt 2007 im EHF-Cup einen Titel gewonnen hatte und am Samstag durch ein 27:26 gegen die Füchse ins Endspiel eingezogen war, ging zu Beginn des zweiten Durchgang erstmals durch das 12:11 von Yves Grafenhorst in Führung (32.).

Flensburg, das sich im Halbfinale mit 24:23 gegen die Rhein-Neckar Löwen durchgesetzt hatte, musste zwischenzeitlich eine zwölfminütige Torflaute verkraften, kam aber durch Anders Zachariassen zum 14:14 (40.).

Das Spiel glich nun einem echten Krimi, die Führung wechselte immer wieder und die Nervosität nahm auf beiden Seiten zu. Sieben Sekunden vor Schluss rettete Eggert mit seinem Treffer zum 24:24 Flensburg in die Verlängerung.

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