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Tobias Karlsson lief beim REWE Final Four mit einer regenbogenfarbenen Kapitänsbinde auf © SPORT1

Flensburgs Spielführer Tobias Karlsson läuft beim REWE Final Four mit einer regenbogenfarbenen Kapitänsbinde auf - und setzt damit ein Statement gegen Schwulenfeindlichkeit.

Das farbenfrohe Statement taugte letztlich sogar als Glücksbringer. Flensburgs Spielführer Tobias Karlsson ist beim REWE Final Four um den Pokal erstmals in Deutschland mit seiner umstrittenen regenbogenfarbenen Kapitänsbinde aufgelaufen und hat damit ein Zeichen für Toleranz gesetzt.

Mit Schwedens Nationalmannschaft hatte er sie schon getragen, hierzulande jedoch nicht. "Ich dachte, es wäre hier nicht erlaubt, hatte das aber wohl falsch verstanden. Jedenfalls hat keiner was gesagt", erklärte Karlsson in Hamburg und fügte an: "Ich habe sie mit Stolz getragen."

Die Regenbogenfahne gilt als internationales Symbol der Lesben- und Schwulenbewegung.

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Bei der Europameisterschaft in Polen im Januar hatte Karlsson mit der Binde auflaufen wollen, war aber vom europäischen Verband EHF daran gehindert worden. Politische Statements seien nicht erlaubt, hieß es damals.

Ob sie wirklich Glück bringt? "Ich weiß nicht, meine Leistung war heute nicht die beste", meinte er lachend nach dem Halbfinalkrimi gegen die Rhein-Neckar Löwen im Gespräch mit SPORT1: "Aber das war nicht wegen der Binde."

Karlsson trifft mit seiner SG am Sonntag (14.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) im Finale von Hamburg auf den SC Magdeburg, der sich mit 36:33 (29:29, 14:15) nach Verlängerung gegen Underdog Bergischer HC durchsetzte.

Und wenn alles gut läuft, stemmt er am Ende mit der Regenbogenbinde über dem linken Arm den Pokal in die Höhe.

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