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Rhein-Neckar Löwen-HSV Hamburg-Petersson-Herrmann-Tag des Handballs
Vor Weltrekordkulisse siegten die Rhein-Neckar Löwen in Frankfurt gegen den HSV Hamburg © Getty Images

Frankfurt am Main - Die Rhein-Neckar Löwen bezwingen den HSV Hamburg vor einer neuen Weltrekordkulisse. Kapitän Uwe Gensheimer schwärmt.

Die Rhein-Neckar Löwen und der HSV Hamburg dürfen sich Weltrekordhalter nennen.

Beide Klubs bestritten ihre Begegnung des 4. Spieltages in der DKB HBL vor 44.189 Zuschauern in der Frankfurter Commerzbank Arena und pulverisierten damit eindrucksvoll die bisherige Bestmarke von 36.651 Besuchern, die 2011 beim Finale um die dänische Meisterschaft zwischen AG Kopenhagen und Bjerringbro-Silkeborg aufgestellt worden war.

Sportlich in deutlich besserer Erinnerung wird den Löwen die Partie bleiben. Der deutsche Vize-Meister gewann 28:26 (17:8) und behauptete mit nunmehr 8:0-Punkten seine weiße Weste ebenso wie die Tabellenführung. Die Hamburger müssen dagegen weiter auf den ersten Sieg in dieser Saison warten.

"Ganz große Visitenkarte"

Löwen-Kapitän Uwe Gensheimer hatte sich schon vor der Begegnung begeistert vom Tag des Handballs gezeigt. "Jugendturniere, ein Promispiel, eine Bundesliga-Partie - das ist die perfekte Verbindung von Amateur- und Profisport", sagte Gensheimer und sprach von einem "großen Schulterschluss".

Mit Genugtuung registrierten auch die HBL-Verantwortlichen die großartige Atmosphäre in Frankfurt.

"Wir geben eine ganz große internationale Visitenkarte ab", sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann und verwies nicht zuletzt auf die TV-Übertragungen.

SPORT1 berichtete drei Stunden live aus Frankfurt. Insgesamt wurde die Weltrekordpartie in 45 Ländern gezeigt.

HBL-Präsident Uwe Schwenker hofft, dass es nicht bei einer einmaligen Aktion bleibt, sondern "auf den Beginn einer Tradition".

SPORT1-Experte Stefan Kretschmar sieht auf jeden Fall ein "positives Zeichen für die Sportart".

Feuerwerk im Fußball-Tempel

Die Löwen ließen von Beginn an keinen Zweifel, die besondere Begegnung unbedingt gewinnen zu wollen.

Auch von der ungewohnten Spielstätte in der Frankfurter Fußball-Arena ließen sich die Gastgeber nicht beirren.

Die Hamburger versuchten zwar, sich teuer zu verkaufen, fanden gegen die agressiven Löwen aber zunächst überhaupt keine Mittel.

Stattdessen brannte der Spitzenreiter vor allem in der ersten Halbzeit ein Offensivfeuerwerk ab. Schon nach einer Viertelstunde erhoben sich die begeisterten Zuschauern zu Standing Ovations von ihren Sitzen.

Bereits beim 17:8 zur Halbzeit war das Spiel praktisch entschieden.

In der zweiten Halbzeit ließen die Löwen, bei denen Alexander Petersson mit acht Toren bester Werfer war, gegen aufopferungsvoll kämpfende Hamburger zwar nach.

Der Sieg geriet aber nicht mehr ernsthaft in Gefahr.

Kretzschmar siegt gemeinsam mit Tochter

Zuvor hatten Kretzschmar und Sportkommentator Frank Buschmanns mit ihren Teams im Promi-Duell die Stimmung angeheizt.

Das "Team Kretzsche" gewann 27:22.

Das war an diesem Weltrekord-Tag aber nicht mehr als eine persönliche Petitesse.

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