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Andy Schmid spielt seit 2010 für die Rhein-Neckar Löwen © Getty Images

Mannheim und München - Vor dem Spiel in Gummersbach spricht Löwe Andy Schmid bei SPORT1 über "spezielle Erinnerungen" und das Potenzial des Teams.

Knapper ging es im deutschen Handball noch nie zu.

Zwei Tore entschieden letztlich über Sekt oder Selters - Deutscher Meister oder Tal der Tränen.

Der DKB-HBL-Titelkampf zwischen dem THW Kiel und den Rhein-Neckar Löwen elektrisierte die Handball-Welt im Mai 2014.

Ohne Punktverlust gestartet

Kiel schnappte sich in einem irren Endspurt den Titel und verwies die Löwen trotz eines 40:35-Erfolgs beim VfL Gummersbach auf Rang zwei.

Für den neuen RNL-Trainer Nikolai Jacobsen geht es in der vorgezogenen Partie des 9. Spieltags erneut zum Altmeister aus Gummersbach (ab 20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 u. im STREAM).

Und auch wenn die Löwen aktuell ohne Punktverlust an der Tabellenspitze stehen, diese Partie am 24. Mai ist noch nicht ganz aus den Köpfen der Spieler.

"Ich glaube für die Spieler, die im Sommer dabei waren, wird es schon noch einen kurzen Flashback geben", erklärt der Schweizer Andy Schmid bei SPORT1.

Aus dem Konzept bringen soll diese "sehr spezielle Erinnerung" die Löwen aber nicht.

Titel-Kapitel 2013/14 ist geschlossen

"Wir haben die Partie gewonnen und trotzdem hat es nicht zum Titelgewinn gereicht, das war sehr bitter für alle von uns, aber mittlerweile haben wir alle mit dem Thema abgeschlossen", beendet Schmid das Kapitel "verpasste Meisterschaft."

Nur allzu verständlich aus Löwen-Sicht, denn die Saison 2014/15 läuft momentan richtig gut (DATENCENTER: DKB HBL).

Vier Spiele, vier Siege - zuletzt die starke Vorstellung gegen den HSV Hamburg beim "Tag des Handballs" in der Arena in Frankfurt (BERICHT: Weltrekordspiel: Fortsetzung erwünscht).

Potenzial noch längst nicht erreicht

Das Ende der Leistungs-Fahnenstange ist für Regisseur Schmid dabei noch lange nicht erreicht.

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"Ich sehe uns als Mannschaft noch in einer Findungsphase. Wir können noch deutlich besser spielen, wenn auch unsere Neuzugänge voll in unserem Spielsystem angekommen sind", so Schmid.

Zum perfekten Start der Rhein-Neckar Löwen - saisonübergreifend sind es sogar 21 Siege in Serie - gesellt sich ein strauchelnder Meister aus Kiel, der bereits zwei Niederlagen hinnehmen musste.

Kiel interessiert nicht

Gegen Lemgo und Balingen-Weilstetten stolperten die "Zebras" und liegen aktuell nur auf Platz fünf der HBL.

Die Probleme des Meisters werden in Mannheim zwar wahrgenommen, eine große Rolle spielen sie in den Gedanken der Löwen aber nicht ? vielleicht auch gerade wegen der "sehr speziellen Erinnerungen" im Mai.

"Wir schauen weiter nur auf uns. Ich weiß nicht, wer sich nach vier Spieltagen mit der Meisterschaft oder irgendwelchen Chancen beschäftigt? Ich jedenfalls nicht", erklärt Schmid.

Folglich warnt der 31-Jährige vor einer "sehr schweren Aufgabe" gegen Gummersbach, das am Sonntag bei den Füchsen Berlin die erste Saisonniederlage (27:30) hinnehmen musste.

VfL-Trainer Emir Kurtagic strotzt trotz der Underdog-Rolle vor Selbstvertrauen und weiß, worauf sein Team gegen die Löwen besonders achten muss: "Die zweite Welle müssen wir stoppen. Sie haben sich im Rückraum weiter verstärkt und wirken noch kompakter."

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