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Robert Weber kam 2009 von HBW Balingen-Weilstetten nach Magdeburg

München - Vor dem Spiel in Flensburg spricht Magdeburgs Robert Weber bei SPORT1 über sein Erfolgsgeheimnis und die Stärke des SCM.

Von Stefan Schnürle

Der SC Magdeburg ist bisher eines der Überraschungsteams der DKB Handball Bundesliga.

Vor dem Spitzenspiel gegen die SG-Flensburg-Handewitt (ab 20.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) liegen die Magdeburger auf Platz vier nur drei Punkte hinter Tabellenführer Rhein-Neckar Löwen, die ein Spiel mehr auf dem Konto haben.

Ein wichtiger Baustein des Magdeburger Erfolgs ist der Rechtsaußen Robert Weber. Mit 42 Treffern liegt er aktuell auf Platz zwei in der Torschützenliste.

Weber verrät Erfolgsrezept

Sein persönliches Erfolgsgeheimnis ist dabei nicht nur sportlicher Natur, wie er SPORT1 verät: "Ich bin vor zehn Monaten Papa geworden. Das hat mir noch einmal einen Schub und viel Kraft gegeben. Dazu hab ich meinen Vertag langfristig bis 2017 verlängert. Das gibt mir zusätzliche Sicherheit und Selbstvertrauen."

Für Weber hat vor allem der neue isländische Coach Geir Sveinsson großen Anteil am starken Saisonstart des zwölffachen Deutschen Meisters.

"Unser neuer Trainer hat frischen Wind in die Truppe gebracht. Wir haben uns zudem in vielen Bereichen gesteigert - gerade im kämpferischen. Früher konnten wir das Niveau nicht über 60 Minuten halten. Daran haben wir in der Vorbereitung sehr gearbeitet" sagte Weber.

"Müssen uns vor niemanden verstecken"

Und das zahlt sich aus. Nur gegen die Löwen gingen die Magdeburger in dieser Saison bisher als Verlierer vom Platz - und auch dieses Duell war bis zur letzten Sekunde umkämpft. Dementsprechend selbstbewusst gehen die Magdeburger auch gegen den Champions-League-Sieger in die Partie.

"Wir müssen uns in der eigenen Halle vor niemanden verstecken. In den letzten Jahren haben wir die Flensburger auch zu Hause bezwungen. Diesmal wird die Halle auch wieder brennen. Wir hatten jetzt zudem zehn Tage Zeit uns vorzubereiten und sind topmotiviert", sagte Weber.

Um topfit und gerüstet für die Partie zu sein, trainierten die Magdeburger in der Länderspielpause sogar zwei Mal täglich.

Flensburg will aus dem Mittelfeld

Aber auch die Flensburger wollen unbedingt zwei Punkte einfahren. Denn aktuell liegt die SG lediglich im Mittelfeld der Tabelle auf dem achten Rang.

Ein Sieg und Magdeburg wäre nicht der einzige Klub, den die SG in Tabelle hinter sich lassen würde.

Doch die Bilanz in der GETEC-Arena spricht gegen die Flensburger. Der SCM gewann vor heimischer Kulisse zuletzt drei der letzten vier Begegnungen.

Magdeburg will Revanche nehmen

Eines steht bereits vor der Partie fest. Nach der klaren 28:38-Klatsche im letzten Aufeinandertreffen hat der Gastgeber noch eine Rechnung hoffen, wie auch Weber bestätigt: "Klar hat man das noch im Hinterkopf. Man kann sicher in Flensburg verlieren, aber die Art und Weise war damals nicht so schön. Aus dieser Zehner-Klatsche ziehen wir sicher noch einiges an Motivation."

Noch sieht Weber sein Team nicht ganz auf Augenhöhe mit den Flensburgern, weshalb Punkte gegen den Champions-League-Sieger nur Bonus wären. Da in der Liga aber momentan jeder jeden schlagen kann, scheint auch ein Titel für die Magdeburger in dieser Saison nicht ausgeschlossen.

Für Kreisläufer und Publikumsliebling Bartosz Jurecki wäre dies wohl der Traumabschluss bei dem Klub, für den er bereits seit 2006 spielt. Denn wie der SCM mitteilte, wird der im Sommer 2015 auslaufende Vertrag mit dem polnischen Leistungsträger nicht verlängert.

Magdeburg hofft auf Titeltattoo

Bis dahin ist es natürlich noch ein langer Weg, aber die Ausgeglichenheit der Liga in diesem Jahr könnte am Saisonende zu der einen oder anderen größeren Überraschung führen.

"Mich überrascht es auch, wie komisch die Saison angelaufen ist und ich sage natürlich niemals nie. Aber zuerst müssen wir unsere Hausaufgaben machen. Dann müssen wir sehen, was diese Saison möglich ist", sagte Weber über die Titelambitionen der Magdeburger.

Sollte Magdeburg tatsächlich einen Titel holen, würde Tattooliebhaber Weber dies entsprechend in Szene setzen: "Ich würde mir etwas einfallen lassen. Aber ich würde mir sicher keinen Pokal tätowieren. Aber das Titeldatum würde ich mir schon irgendwo verewigen lassen."

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