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Kein Durchkommen für Jesper Nielsen (r.). Bei den Füchsen Berlin läuft es gerade nicht
Kein Durchkommen für Jesper Nielsen (r.). Bei den Füchsen Berlin läuft es gerade nicht

München - Die Füchse Berlin fahren mit zwei Niederlagen in Folge zum TBV Lemgo. Die Jungstars scheinen mit der Situation überfordert.

Von Marcus Friedrich

Zwei Niederlagen innerhalb von einer Woche: Erst die Klatsche in Minden, dann die erste Heimschlappe der Saison gegen Hannover-Burgdorf (News).

Bei den Füchsen Berlin läuft in der DKB Handball-Bundesliga gerade wenig zusammen.

Die Top Vier der Tabelle sind schon leicht enteilt.

Gegen den TBV Lemgo soll nun die schnelle Wende her (ab 20.05 Uhr im GRATIS-LIVESTREAM).

Doch die Partie beim Tabellen-15. wird kein Selbstläufer. Denn die Füchse haben aktuell mit einigen Problemen zu kämpfen.

Inkonstanz ärgert Verantwortliche

Gerade die Inkonstanz lässt die Verantwortlichen in Berlin verzweifeln. Zu Beginn wechselten sich Sieg und Niederlage ab. Auf zwei Erfolge folgten nun wieder zwei Schlappen.

Dass diese Saison keine einfache werden würde, war den Verantwortlichen der Füchse nach dem großen Umbruch klar.

Dass es nach sechs Spieltagen und dem überschaubaren Auftaktprogramm aber so schleppend läuft, damit hätte auch Bob Hanning nicht gerechnet.

Team fehlt Erfahrung

"Wir haben jetzt schon sechs Punkte abgeben. Das ist nicht unser Anspruch. Natürlich erlebt man so eine Situation mit vielen Verletzten nicht alle Tage. Auch die Situation mit Dagur Sigurdsson wollen wir mit der Liga sauber über die Bühne kriegen. Das sind alles Dinge, die uns beschäftigen. Das haben wir bis jetzt noch nicht hinbekommen und deswegen die Spiele auch verloren", sagte der Füchse-Manager bei SPORT1 nach der Niederlage gegen Hannover.

Erschwerend kommt hinzu, dass dem neu zusammengestellten Team, gerade in engen Spielen oder schwierigen Situationen oft die Erfahrung fehlt. Denn mit Ivan Nincevic (31), Mark Bult (30), Börge Lund (33) und Torsten Laen (33) verließen vier erfahrene Recken das Team.

Mit Abwehrchef Denis Spoljaric, Bartlomiej Jaszka, Pavel Horak sowie Außenspieler Colja Löffler fehlen zudem aktuell vier Stammkräfte.

Nachwuchs wird ins kalte Wasser geworfen

Dadurch stehen die jungen Spieler nun noch mehr im Fokus.

Die dazugeholten Mattias Zachrisson (22) und Jesper Nielsen (23) sowie die Nachwuchskräfte Paul Drux (19), Fabian Wiede (18) und Jonas Thümmler (21) werden ins kalte Wasser geworfen und müssen früh viel Verantwortung übernehmen.

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Auch Hanning weiß, dass die Situation nicht optimal, aber nicht zu ändern ist: "Das ist schon eine große Verantwortung für Fabian Wiede und Paul Drux. Aber es ist so, wie es ist. Beide müssen damit umgehen und wir müssen hoffen, dass die anderen noch ein Stückchen besser werden", sagte Haning.

Ziele werden zu Hürden

Das der Pokalsieger die erneute Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb ausgegeben hat, macht die Aufgabe für die jungen Spieler ebenfalls nicht einfacher.

Zeit zum reifen bleibt dabei nicht. Fehler werden direkt bestraft.

Auch weil die möglichen Mentoren auf dem Spielfeld aktuell fehlen, wie Bob Hanning SPORT1 erklärt: "Ein junger Spieler muss erwachsen werden und auch mal Fehler machen dürfen, aber sich auch mal zurücknehmen und die Alten machen lassen. Diese Zeit der Entwicklung geben wir ihnen nicht und können wir ihnen auch nicht geben."

Somit müssen die Berliner wohl auch die nächste Wochen mit Höhen und Tiefen leben.

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