vergrößernverkleinern
Nikolaj Jacobsen ist bei den Rhein-Neckar Löwen Nachfolger von Gudmundur Gudmundsson

Nur ein Kraftakt wendet eine Heimpleite der Rhein-Neckar Löwen gegen Lemgo ab. Der Trainer schiebt Frust. Kiel rückt näher.

München - Obwohl die Rhein-Neckar Löwen noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen waren, überwog bei Trainer Nikolaj Jacobsen der Frust die Erleichterung.

"Wir waren einfach nicht da. Ich habe die Mannschaft gewarnt, aber vor allem in der Abwehr waren wir nicht gut", schimpfte der Däne nach dem 35:34 (14:14)-Zittersieg am Samstag gegen das kriselnde Kellerkind TBV Lemgo und schlug Alarm: "Dann kriegt man in der Bundesliga Probleme."

Comeback in der Schlussphase

Erst in der 57. Spielminute hatten die defensiv ungewohnt anfälligen Gastgeber die Partie gedreht und so am 12. Spieltag mit Müh' und Not die Tabellenführung der DKB-Handball-Bundesliga vor dem punktgleichen THW Kiel (22:4) verteidigt.

Da der Rekordmeister beim deutlichen 32:20 (16:11) beim Bergischen HC allerdings problemlos zu seinem zehnten Pflichtspielsieg in Folge kam, schmolz der Vorsprung in der Tordifferenz jedoch auf drei Tore. (DATENCENTER: Die DKB HBL)

Lemgos Trainer Niels Pfannenschmidt ärgerte sich zurecht über die nur hauchdünn verpasste Sensation in der Mannheimer Arena: "Wir hätten einen Sieg verdient gehabt. Aber trotzdem ein großes Kompliment an mein Team."

So steckt der zweimalige deutsche Meister mit 6:16 Punkten weiter im Tabellenkeller fest. (Die stärkste Liga der Welt - LIVE im TV auf SPORT1)

Bei den Löwen war Nationalmannschaftskapitän Uwe Gensheimer mit elf Treffern erfolgreichster Werfer. Auch Kim Ekdahl du Rietz (zehn Treffer) trug sich gegen Lemgo zweistellig in die Torschützenliste ein. (STENOGRAMME: Der 12. Spieltag)

Kiel bezwingt Löwen-Schreck

Kiels Trainer Alfred Gislason war nach dem Kantersieg in Wuppertal erleichtert, zumal der BHC zuvor die Rhein-Neckar Löwen in eigener Halle bezwungen hatten.

"Mit zunehmender Spieldauer haben wir auch vorne etwas flüssiger gespielt. Ich bin sehr froh, dass wir es geschafft haben, hier zu gewinnen", sagte der Isländer. Bester THW-Werfer war Marko Vujin mit zehn Treffern, davon fünf verwandelte Siebenmeter. (SHOP: Jetzt Handball-Artikel kaufen)

Derweil zeigte sich Champions-League-Sieger SG Flensburg-Handewitt von der 26:29-Heimpleite aus der Vorwoche gegen die Löwen erholt und fuhr beim 31:22 (18:12) bei GWD Minden den achten Saisonsieg ein.

Wetzlar weiter in der Krise

Flensburg schob sich mit 16:6 Punkten bei zwei Spielen weniger als das Führungsduo auf den dritten Tabellenplatz vor.

In einem Duell aus dem unteren Mittelfeld der Tabelle feierte der HC Erlangen gegen die HSG Wetzlar einen 22:20 (12:10)-Erfolg und setzte sich mit zehn Zählern um zwei Punkte von den Hessen ab, die der Abstiegszone immer näher kommen.

Dort stehen nach ihren Niederlagen weiterhin Minden (8:18) und Lemgo (6:16) sowie Schlusslicht SG BBM Bietigheim (4:22), das der TuS N-Lübecke 24:32 (14:14) unterlag.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel