München - Die SG Flensburg-Handewitt hat mit dem TBV Lemgo große Probleme, aber gewinnt. Die Rhein-Neckar Löwen bleiben an Kiel dran.

"Bitte gebt jetzt nicht auf", sagte der Trainer der TBV Lemgo in der Schlussphase der Partie gegen die SG Flensburg-Handewitt zu seiner Mannschaft.

Gerade hatten sich die Gäste aus dem hohen Norden zum ersten Mal im Spiel um ein paar Tore von Lemgo abgesetzt. Und die nächste Niederlage in der DKB HBL drohte.

Am Ende reichte es nicht.

Der Champions-League-Sieger gewann mit 30:26 (14:15) gegen Lemgo und festigte in der Tabelle der DKB Handball-Bundesliga den dritten Platz hinter Meister THW Kiel und Spitzenreiter Rhein-Neckar Löwen. Die Löwen gewannen bei der TSG Friesenheim 30:22.

Lemgo geht die Puste aus

"Das war ein hartes Spiel. Hier in Lemgo kriegt man nichts umsonst", sagte Rückraumspieler Thomas Mogensen im Interview bei SPORT1: "Wir hatten eine lange Reise hinter uns. Das Wichtigste ist, dass wir zwei Punkte mitnehmen. Und das haben wir geschafft."

Der Außenseiter startete stark in die Partie und ärgerte die Mannschaft von Coach Ljubomir Vranjes. Mit dem Pausenpfiff ging der TBV sogar mit 15:14 in Führung.

Doch circa eine Viertelstunde vor dem Ende übernahm der Tabellendritte der vergangenen Saison das Kommando und setzte sich deutlich ab. Der TBV scheiterte immer wieder an SG-Keeper Mattias Andersson.

"Zum Schluss hat uns einfach die Kraft gefehlt", teilte Finn Lemke SPORT1 mit: "So verliert man das Spiel relativ deutlich."

Lemke: Sind auf dem "richtigen Weg"

Für die Gäste aus Flensburg ist es der dritte Sieg in Folge. Es war aber kein "schöner Handball von uns. Aber eine kämpferische Leistung", stellte Mogensen fest.

Lemgo verliert zum elften Mal in den letzten zwölf Spielen und bleibt im Tabellenkeller.

"Wir müssen einfach die knappen Spiele gewinnen. Wir haben dafür zur Zeit nicht das Quäntchen Glück oder verlieren zum Schluss die Nerven", sagte Lemke nach Spiel, schob aber nach: "Ich glaube, wir sind auf dem richtigen Weg. Hoffen wir, dass es am Samstag besser wird und wir Balingen zwei Punkte abknöpfen."

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Aufsteiger SG BBM Bietigheim konnte seine Bilanz von nur zwei Saisonsiegen nicht verbessern, das Tabellenschlusslicht verlor sein Heimspiel gegen DHB-Pokalsieger Füchse Berlin mit 22:24 (12:12).

Jeweils vier Tore für die Berliner erzielten Mattias Zachrisson, Konstantin Igropoulo und Fredrik Petersen.

Für Bietigheim traf Linksaußen Andre Lohrbach zehnmal gegen Petr Stochl, der anstelle von National-Torhüter Silvio Heinevetter im Kasten der Füchse stand.

Drama in Hamburg

Ein Erfolgserlebnis in buchstäblich letzter Sekunde gab es für den HSV Hamburg durch den verwandelten Siebenmeter von Hans Lindberg zum 21:20 (10:12) gegen den Bergischen HC.

Lindberg hatte zwei Minuten vor dem Ende ebenfalls per Strafwurf zum 20:20 ausgeglichen, nachdem der HSV fast während der gesamten Spielzeit einem Rückstand hinterhergelaufen war.

Lindberg war mit insgesamt fünf Toren bester Werfer seines Teams, viermal traf Kreisläufer Moritz Preuss für die Bergischen Löwen.

Außerdem gewann die MT Melsungen 35:35 (18:10) gegen die GWD Minden.

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