Kiel und Melsungen - Der THW Kiel deklassiert den HSV Hamburg und ist wieder Tabellenführer. Derbysieger SG Flensburg-Handewitt patzt in Melsungen.

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Der deutsche Meister THW Kiel hat mit einem beeindruckenden Sieg im Nordderby die Tabellenspitze der DKB HBL zurückerobert.

Am 19. Spieltag gewann der Rekordchampion gegen den HSV Hamburg mit 29:19 (13:7) und verdrängte mit nun 34:6 Punkten die Rhein-Neckar Löwen (32:6) von Rang eins.

Das Team aus Mannheim hat allerdings ein Spiel weniger absolviert. Der frühere Meister aus Hamburg liegt weiter im Mittelfeld der Tabelle.

"Wir sind zufrieden"

Der deutliche Sieg des Titelverteidigers ging vor allem auf das Konto von Kiels Schlussmann Andreas Palicka. Die Gäste bissen sich ein ums andere Mal die Zähne an dem überragend aufgelegten Torhüter aus.

In der ersten Hälfte kassierte Palicka über 10 Minuten lang keinen einzigen Gegentreffer.

"Es war für uns ganz wichtig, zu Hause einen Riesencharakter zu zeigen", sagte Kiels starker Torwart bei SPORT1: "Das haben wir gemacht, wir sind zufrieden."

Vor 10.285 Zuschauern in der ausverkauften Kieler Halle bot Hamburg allenfalls in den Anfangsminuten ein ausgeglichenes Spiel, auch begünstigt durch einige Fehler der Gäste zog der Titelverteidiger schnell davon. Schon kurz nach der Halbzeit schien das Spiel entschieden.

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Flensburg verliert an Boden

Champions-League-Sieger SG Flensburg-Handewitt (30:8), der am Samstag einen wichtigen Sieg gegen Kiel gefeiert hatte, patzte dagegen und verlor Boden auf das Spitzenduo.

Die Flensburger kamen bei der MT Melsungen nur zu einem 22:22 (10:12). Die Gastgeber führten lange und hatten am Ende noch die Chance auf den Siegtreffer. Melsungen kam aber nicht zum Abschluss.

"Das war ein intensives Spiel. Der Punkt ist ok", sagte Andreas Eggert nach der Partie bei SPORT1: "Wir können zufrieden sein."

Melsungens Michael Müller wirkte bei SPORT1 geknickt, erklärte aber: "Die letzten Spiele waren sehr gut. Langsam finden wir zu unserer Form. Wir freuen uns auf eine schöne Rückrunde."

SCM und Füchse siegen

Der SC Magdeburg festigte durch einen ungefährdeten 38:32 (19:13)-Sieg gegen den Bergischen HC Rang vier hinter Champions-League-Sieger SG Flensburg Handewitt.

Die Füchse Berlin feierten das Ende ihrer Ergebniskrise. Nach zuletzt vier Liga-Niederlagen in Folge gewann der Pokalsieger gegen Frisch Auf Göppingen mit 24:22 (11:12).

Altmeister VfL Gummersbach musste derweil eine überraschende 24: 26 (13:15)-Niederlage bei Aufsteiger TSG Friesenheim hinnehmen.

Schlusslicht SG BBM Bietigheim kassierte beim 24:28 (17:15) gegen die TSV Hannover-Burgdorf bereits die 16. Saisonniederlage.

Der TBV Lemgo kam im Abstiegskampf nicht über ein 35:35 (18:16) bei der TuS N-Lübbecke hinaus.

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