vergrößernverkleinern
RÜCKRAUM LINKS: Löwen: Kim Ekdahl Du Rietz spielt wenig spektakulär, dafür aber super zuverlässig. Der 25 Jahre alte Schwede macht immer seine Tore, nur eben selten zweistellig. Er kommt zwar wurfgewaltig aus dem Halbfeld, unaufhaltsam ist er dabei aber nicht. Mehr Aufsehen erregt Tim Suton. Der 18-Jährige bekommt überschaubare Einsatzzeiten, gilt aber als "das" Talent des deutschen Handballs. In der Vorsaison wird er mit 241 Treffern Torschützenkönig der zweiten Liga
Kim Ekdahl Du Rietz erzielte sechs Tore für die Rhein-Neckar Löwen © getty

Die Rhein-Neckar Löwen strauchelt beim HSV, doch der Schwede entscheidet das Spiel im Alleingang. Ein Kollege sieht Rot.

Vizemeister Rhein-Neckar Löwen hat in der DKB HBL mit viel Mühe den Anschluss an Spitzenreiter THW Kiel gehalten.

Die Löwen siegten beim HSV Hamburg 26:25 (14:12) und liegen bei einem weniger ausgetragenen Spiel zwei Punkte hinter dem Rekordmeister aus Kiel. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Mitte der zweiten Halbzeit hatten die Gäste noch 18:21 zurückgelegen (46.).

Bereits Anfang Dezember hatten sich die Löwen einen bitteren Ausrutscher im Kampf um den Meistertitel geleistet und als Spitzenreiter völlig überraschend 25:27 bei Aufsteiger HC Erlangen verloren.

In Hamburg kam das Team von Trainer Nikolaj Jacobsen lange nicht mit dem starken HSV-Rückraum um Alexander Feld, mit sieben Treffern bester Torschütze der Hanseaten, und Kentin Mahe (5) zurecht.

SHOP: Jetzt Handball-Artikel kaufen

Jacobsen war dementsprechend stinksauer auf seine Truppe. "Der Urlaub ist vorbei" herrschte er sie in der ersten Halbzeit in einer Auszeit an. Als es nach der Pause nicht besser wurde, stellte der Coach fest: "Ich brauche sieben Männer, die Bock haben, zu gewinnen. Bisher habe ich noch keine gesehen."

Löwen-Kapitän Uwe Gensheimer gab seinem Trainer nach der Partie am SPORT1-Mikrofon Recht. "Er hat diese Dinge zu Recht gesagt. Eigentlich sind wir hergekommen, um mit einer guten Einstellung aufzutreten. Aber das haben wir von Anfang an nicht geschafft", sagte er.

Gegen Spielende sprang dann Kim Ekdahl du Rietz (6) in die Bresche. Der Schwede erzielte die letzten vier Treffer seines Teams und hatte großen Anteil am knappen Erfolg der Löwen.

Er kompensierte damit auch den Platzverweis von Alexander Petersson, der in der 53. Spielminute wegen eines Foulspiels an Pascal Hens Rot sah.

"Wir können uns ganz groß bei Kim bedanken, der sich mit einem unglaublichen Willen durch die Abwehr getankt hat", sagte Gensheimer zu SPORT1.

Coach Jacobsen stimmte zu. "Kim hat ganz wichtige Tore gemacht und uns am Schluss zum Sieg geführt. Der HSV hat aber ein sehr gutes Spiel geliefert. Wenn die starken Spieler reinkommen, dann spielen sie guten Handball. Mindestens ein Punkt hätten sie verdient gehabt", erklärte er

Im Tabellenkeller sicherte GWD Minden sich durch einen 35:27 (17:13)-Sieg gegen Schlusslicht SG BBM Bietigheim zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

Zudem gewann die TSV Hannover-Burgdorf 27:20 (12:9) gegen die TSG Friesenheim.

Video
teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel