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Andy Schmid, Rhein-Neckar Löwen, Boden, DKB HBL
Andy Schmid, Rhein-Neckar Löwen, Boden, DKB HBL © imago

München - Die Fans der Rhein-Neckar Löwen gehen nach der peinlichen Pleite gegen Erlangen auf die Barrikaden. Der Klub reagiert gereizt.

Dem empfindlichen Rückschlag im Titelkampf der DKB HBL (LIVE im TV auf SPORT1 und im GRATIS-STREAM) folgte der Internet-Zoff mit den eigenen Fans.

Als wäre die leichtfertig verspielte Tabellenführung nicht schon ärgerlich genug, sahen sich die Stars der Rhein-Neckar Löwen nach der völlig überraschenden 25:27-Pleite bei Aufsteiger HC Erlangen dem Spott ihrer Anhänger ausgesetzt.

"Schande", "Lachnummer", "Schämt euch" - die Kommentare auf der offiziellen Facebook-Seite des Vizemeisters hatten es nach dem Abrutschen auf Platz zwei hinter Titelverteidiger THW Kiel in sich - und veranlassten die Klub-Verantwortlichen zu einer nicht alltäglichen Reaktion.

Löwen tadeln ihre Fans via Facebook

"Wir alle sind enttäuscht, haben mehr erwartet, wollten eine bessere Leistung bringen", heißt es in dem ausführlichen Statement auf der Fanpage, "aber trotzdem können wir einige Kommentare hier nicht akzeptieren."

Sie seien ein "Schlag ins Gesicht" und "respektlos unserem Gegner gegenüber".

Die Pleite gegen den Liga-Neuling war die dritte Niederlage in einer ansonsten bislang bärenstarken Saison, aber die zweite gegen einen sogenannten Underdog. Schon beim Bergischen HC hatte das Team von Trainer Nikolaj Jacobsen wertvolle Punkte im Zweikampf mit dem THW Kiel liegen lassen (23:24).

Tatsächlich ärgerten sich die Spieler selbst am meisten über die desolate Vorstellung im Frankenland.

Nationalspieler Patrick Groetzki war bei SPORT1 hinterher komplett enttäuscht.

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Erlangen glänzt in der Abwehr

Gegen Erlangen folgte nur drei Tage nach der glanzvollen Champions-League-Gala gegen den ungarischen Serienmeister MKB Veszprem KC (32:25) der böse Bundesliga-Kater.

Vor allem an der aggressiven Verteidigung der Franken, die zwölf ihrer 13 Punkte bislang zu Hause einfuhren, bissen sich die Löwen mehr und mehr die Zähne aus.

"Wenn man bis zur 54. Minute führt, will man natürlich mehr mitnehmen. Aber am Ende hat Erlangen verdient gewonnen.

Jacobsen zeigt sich konsterniert

 Sie haben über 60 Minuten gekämpft und geackert - da konnten wir nicht mithalten", sagte Jacobsen konsterniert. Das Hinspiel im August hatten die Löwen noch mit 35:18 gewonnen.

Viel Zeit sich zu grämen, haben die Mannheimer nicht. Bereits am Sonntag geht es zu Pokalsieger Füchse Berlin.

Und die Erinnerungen an die Hauptstadt sind nicht die besten: In der vergangenen Saison reichte es bei den Füchsen nur zu einem Remis - solch einen (weiteren) Rückschlag wollen Kapitän Uwe Gensheimer und Co. im Jahresendspurt tunlichst vermeiden.

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