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Mattias Andersson-SG Flensburg-Handewitt
Der Schwede Mattias Andersson spielt seit 2011 für die SG Flensburg-Handewitt © imago

Flensburg - Der schwedische Keeper führt Flensburg mit starken Paraden zum Derbysieg gegen den THW. Die Löwen profitieren. Glandorf verletzt sich.

Flensburg - Das birgt Spannung: Die SG Flensburg-Handewitt hat den Dreikampf um die Meisterschaft in der DKB HBL neu befeuert.

Im Topspiel des 18. Spieltags setzte sich der Champions-League-Sieger gegen Rekordmeister THW Kiel vor allem dank einer überragenden Torhüterleistung des Schweden Mattias Andersson verdient mit 26:22 (15:11) durch und verkürzte den Rückstand auf den Nordrivalen und die Rhein-Neckar Löwen auf nur einen Minuspunkt.

Die spielfreien Löwen eroberten aufgrund der besseren Tordifferenz im Vergleich zu Kiel sogar die Tabellenführung.

Überschattet wurde der Sieg für Flensburg von der Verletzung des ehemaligen Nationalspielers Holger Glandorf, der sich kurz vor Spielende einen Riss der Achillessehne zuzog und monatelang ausfällt. "Ich hätte heute lieber verloren und in den nächsten Spielen einen fitten Glandorf gehabt", sagte Coach Ljubomir Vranjes nach der Partie.

Kaltschnäuzig vor dem Tor

Vor der Diagnose hatte er sich im Interview bei SPORT1 noch glücklich gezeigt: "Als Trainer kannst du nur zufrieden sein", sagte er und meinte mit Blick auf den Titelkampf: "Es ist jetzt noch spannend."

In seiner Analyse lobte der 41-Jährige Keeper Andersson: "Er hat fast alles gehalten. Das braucht man, wenn man Kiel schlagen will."

In Flensburg kam die Heimmannschaft von Beginn an besser ins Spiel. Die SG agierte aus einer kompakten 6:0-Abwehr, verteidigte immer wieder offensiv und brachte so den Kieler Positionsangriff aus dem Konzept. 5:3, 10:9, 15:11 - mit einem Vier-Tore-Vorsprung ging es in die Pause.

Andersson zählte bereits zur Pause zahlreiche Paraden. Selbst ein starker Joan Canellas im Kieler Rückraum vermochte die Flensburger nicht in Verlegenheit zu bringen. Zwar glänzte der Spanier mehrfach als Vorbereiter. Doch Filip Jicha fehlte im zweiten Spiel nach seinem Comeback die bekannte Durchschlagskraft, und auch Domagoj Duvnjak fand immer wieder in Andersson seinen Meister.

Glandorf verletzt sich

Der Vorsprung auf den Titelverteidiger wuchs nach dem Seitenwechsel auf komfortable sechs Tore. Doch die Flensburger zeigten immer mehr technische Fehler.

Unnötige Ballverluste, aber vor allem zahlreiche gute Paraden von THW-Schlussmann Andreas Palicka ließen Kiel nach einer 5:0-Serie bis auf einen Treffer herankommen. Doch Flensburg stabilisierte sich, traf sogar in Unterzahl und hatte vor allem in der Schlussphase einen herausragenden Andersson zwischen den Pfosten stehen.

"Er hat in den letzten zehn Minuten überragend gehalten und war en Teufelskerl heute", meinte SPORT1-Experte Stefan Kretzschmar.

Jicha lobt Andersson

"Man muss die Flensburger Leistung anerkennen", sagte Kiels Kapitän Filip Jicha bei SPORT1 und war ebenfalls beeindruckt von der Leistung des gegnerischen Torhüters.

"Wir hatten einen Plan heute. Teilweise ist es gelungen, in die Wurfpositionen zu kommen, aber er hat die entscheidenden Würfe gehalten. Dann haben wir den Plan verloren."

Beste Werfer bei Flensburg waren Thomas Mogensen und Lasse Svan Hansen (beide 6), Kiel hatte in Marko Vujin (7) seinen besten Schützen.

Nächste Pleite für Berlin

In Lauerstellung auf dem vierten Rang bleibt der SC Magdeburg. Der Meister von 2001 kam bei Aufsteiger HC Erlangen zu einem ungefährdeten 28:19 (14:8) und hat fünf Punkte Rückstand auf die Löwen und Kiel.

Pokalsieger Füchse Berlin bekommt indes seine Krise nicht in den Griff und wartet seit vier Spielen auf einen Sieg in der Liga. Beim Bergischen HC unterlag das Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson 25:30 (13:19).

Der HSV Hamburg setzte sich bei der TSV Hannover-Burgdorf 36:30 (17:12) durch.

In einem vorgezogenen Spiel des 20. Spieltags siegte indes HBW Balingen-Weilstetten vor 6150 Zuschauern mit 25:24 (14:12) gegen den Aufsteiger und Tabellenletzten SG BBM Bietigheim-Metternzimmern.

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