vergrößernverkleinern
Mattias Andersson
Matthias Andersson (r.) spielt seit 2011 für die SG Flensburg-Handewitt © Getty

Die SG Flensburg-Handewitt hat den Dreikampf um die Meisterschaft in der Bundesliga neu befeuert.

Im Topspiel des 18. Spieltags setzte sich der Champions-League-Sieger gegen Rekordmeister THW Kiel verdient mit 26:22 (15:11) durch und verkürzte den Rückstand auf Kiel und die Rhein-Neckar Löwen auf nur einen Minuspunkt.

Die spielfreien Löwen eroberten aufgrund des besseren Tordifferenz im Vergleich zu Kiel sogar die Tabellenführung.

"Als Trainer kannst du nur zufrieden sein", sagte Flensburg-Coach Ljubomir Vranjes bei Sport1 und ergänzte mit Blick auf den Titelkampf: "Es ist jetzt noch spannend."

In Flensburg entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Begegnung, in der sich beide Spitzenteams auf Augenhöhe begegneten.

Erst im Verlauf der ersten Halbzeit erspielte sich Flensburg aus einer sehr kompakten Defensive heraus ein Übergewicht und ging mit einem Vier-Tore-Vorsprung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel ähnelte sich das Bild. Flensburg überzeugte in der Defensive und zeigte sich vor dem gegnerischen Tor kaltschnäuzig - der Vorsprung auf den Titelverteidiger wuchs auf komfortable sechs Tore.

Mit dem Polster im Rücken häuften sich jedoch die Fehler im Flensburger Spiel. Unnötige Ballverluste, aber auch einige gute Paraden von THW-Schlussmann Andreas Palicka ließen Kiel bis auf einen Treffer herankommen.

Doch Flensburg stabilisierte sich, traf sogar in Unterzahl und siegte nach einer insgesamt sehr starken Leistung verdient. "Man muss die Flensburger Leistung anerkennen", sagte Kiels Kapitän Filip Jicha.

Beste Werfer bei Flensburg waren Thomas Mogensen und Lasse Svan Hansen (beide 6), Kiel hatte in Marko Vujin (7) seinen besten Schützen. Überschattet wurde der Sieg für Flensburg von der Verletzung des ehemaligen Nationalspielers Holger Glandorf, der zwei Minuten vor Schluss humpelnd das Parkett verließ.

In Lauerstellung auf dem vierten Rang bleibt der SC Magdeburg.

Der Meister von 2001 kam bei Aufsteiger HC Erlangen zu einem ungefährdeten 28:19 (14:8) und hat fünf Punkte Rückstand auf die Löwen und Kiel.

Pokalsieger Füchse Berlin bekommt seine Krise nicht in den Griff und wartet seit vier Spielen auf einen Sieg in der Liga.

Beim Bergischen HC unterlag das Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson 25:30 (13:19).

Der HSV Hamburg setzte sich bei der TSV Hannover-Burgdorf 36:30 (17:12) durch.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel