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München - Der THW Kiel wehrt den Angriff der Löwen auf die Tabellenspitze mit einem Sieg beim Angstgegner ab. Die Füchse machen einen Schritt aus der Krise.

Die beiden Spitzenteams der Handball-Bundesliga sind erfolgreich aus der WM-Pause zurückgekommen.

Rekordmeister THW Kiel siegte bei Angstgegner MT Melsungen mit 41:32 (23:15) und verdrängte die Rhein-Neckar Löwen wieder von der Spitze.

Dominik Klein zeigte sich mit dem ersten Auftritt nach der Pause zufrieden.

"Hohe Konzentration war heute angesagt, deshalb war das Videostudium auch ein bisschen länger als sonst", sagte der Linksaußen bei SPORT1: "Aber dass wir so auftreten, war natürlich ein super Ausrufezeichen."

 Felix Danner
Mit harten Bandagen: Filip Jicha vom THW Kiel wird gehalten von Felix Danner (MT Melsungen) © Getty Images

Müller streckt Klein nieder

Klein wurde von Melsungens Philipp Müller während der Partie per Ellenbogenschlag im Magen getroffen und konnte nicht mehr weiterspielen.

"Mir blieb die Luft weg, ich hab so einen Schlag ehrlich gesagt noch nie abbekommen und kann jetzt auch noch nicht richtig atmen", erklärte der Kieler nach Spielschluss: "Aber das wird sich legen."

Für den Schuldigen fand er kaum böse Worte: "Ich kenne die beiden (Philipp und Michael Müller) ja auch schon aus gemeinsamen Zeiten in meinem Heimatverein. Wir waren auch schon gemeinsam im Urlaub", sagte Müller: "Ich weiß, wie hitzig sie immer auf dem Feld sind. An unserem Verhältnis ändert sicht nichts - ich kann das verzeihen."

Löwen mit Mühe

Die Rhein-Neckar Löwen hatten zuvor für wenige Stunden die Tabellenführung übernommen.

Das Team um Nationalmannschaftskapitän Uwe Gensheimer gewann im ersten Spiel nach der WM-Pause gegen den Bergischen HC, taten sich beim 30:24 (12:13)-Sieg aber lange Zeit schwer.

Das Hinspiel hatte der Vizemeister auswärts überraschend verloren und dabei seine erste Saisonniederlage kassiert.

Füchse mit Schritt aus der Krise

Die Füchse Berlin von Bundestrainer Dagur Sigurdsson besiegten GWD Minden 32:23 (17:12) und machten damit einen Schritt aus der Krise.

Es war der zweite Erfolg in den vergangenen sieben Spielen für den DHB-Pokalsieger, der sich auch für die Hinspielpleite rehabilitierte.

Berlin kletterte vorübergehend auf Platz acht, Minden bleibt als 17. in Abstiegsgefahr.

Gensheimer überzeugt

Titelverteidiger Kiel (38:6 Punkte) behält seinen Vorsprung auf die Löwen (36:6), der DHB-Pokalsieger Berlin (22:22) ist Achter.

Beim THW waren Domagoj Dunjak und Joan Canellas Reixach (je acht Tore) die besten Werfer, bei den Rhein-Neckar Löwen überzeugte einmal mehr Nationalmannschaftskapitän Uwe Gensheimer.

Der frischgekürte Handballer des Jahres 2014 traf sechsmal.

Im vierten Spiel des 21. Spieltags gewann HBW Balingen-Weilstetten gegen TSV Hannover-Burgdorf 31:27 (14:13).

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