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Paul Drux bei der Handball-WM in Katar
Paul Drux schafft bei der WM in Katar mit starken Vorstellungen den Durchbruch in der Nationalmannschaft © Getty Images

Nürnberg und München - Paul Drux ist die Hoffnung des deutschen Handballs. Im SPORT1-Interview erklärt er, wie er mit der Bürde umgeht und was er aus Katar mitgenommen hat.

Das Abenteuer Weltmeisterschaft in Katar ist ebenso Geschichte wie der Ausflug zum All Star Game der DKB HBL.

Nach seinem 20. Geburtstag am Samstag geht es am Mittwoch für Shooting Star Paul Drux mit den Füchsen in der Liga gegen GWD Minden (ab 19 Uhr im LIVETICKER). Das Spiel soll den Startschuss geben für eine Aufholjagd der Berliner, die nach einer durchwachsenen Hinrunde nur auf Platz zehn rangieren.

Im SPORT1-Interview erklärt der Drux, was er aus Katar mitgenommen hat und was in der Rückrunde besser laufen soll.

SPORT1: Herr Drux, wie hat Ihnen die erste Teilnahme am All Star Game gefallen?

Paul Drux: Es war schön, so ein Spiel mal mitzumachen. In erster Linie ist das natürlich eine Veranstaltung für die Fans, mit vielen Trickwürfen und spektakulären Aktionen. Und die Stimmung war super. Man hat gemerkt, dass es die Zuschauer schon ganz gut fanden, was wir bei der WM geleistet haben. Wir haben eine kleine Euphorie entfacht.

SPORT1: Mit ein paar Tagen Abstand: Wie fällt Ihr Fazit der WM aus?

Drux: Im Grunde wie auch schon in Katar, durchweg positiv. Wir haben ein gutes Turnier gespielt und sind glücklich. Mit dem siebten Platz können wir sehr zufrieden sein. Der Teamgeist war sehr stark. Die Siege haben uns zusammenwachsen lassen, und auch die Niederlagen haben zusammengeschweißt. Es war deshalb schön, die Kollegen beim All Star Game wieder zu sehen.

SPORT1: Wie wichtig ist dieser siebte Platz, der zur Teilnahme an der Olympia-Qualifikation berechtigt?

Drux: Enorm. Olympia ist für jeden Spieler das Größte. Und nach außen ist hin war es natürlich wichtig, dass wir nicht noch einmal enttäuscht haben und die Chance gewahrt haben, bei einem großen Turnier dabei zu sein.

SPORT1: Was haben Sie persönlich aus Katar mitgenommen?

Drux: Sehr viele Eindrücke. Von der Medienarbeit angefangen über die riesigen, modernen Hallen bis hin zu den Spielen auf höchstem Niveau natürlich - das war schon alles sehr beeindruckend. Ich habe extrem viel gelernt und bestimmt noch nicht alles verarbeitet. Für mich war es eine tolle Erfahrung.

SPORT1: Sie gelten als eine der größten Hoffnungen im deutschen Handball. Belastet das?

Drux: Ich mache mir da eigentlich keinen großen Kopf.

SPORT1: Es geht direkt in der Liga weiter. Überwiegt die Vorfreude? Oder sagt der Körper vielleicht auch: Ich könnte mal eine Pause gebrauchen.

Drux: Ich persönlich freue mich sehr, wieder mit den Füchsen durchzustarten. Ein paar Tage Pause waren es dann ja doch auch.

SPORT1: Hinsichtlich des Trainers müssen Sie sich nicht umstellen. Welchen Eindruck macht Dagur Sigurdsson dieser Tage auf Sie?

Drux: Relativ entspannt, so wie immer eigentlich. Ich denke, auch er ist glücklich darüber, wie das Turnier abgelaufen ist.

SPORT1: Was ist noch drin für Berlin nach der durchwachsenen Hinrunde?

Drux: Unsere Leistungen sind auf jeden Fall verbesserungswürdig. Wir haben viele leichte Punkte liegen lassen, die wir uns hätten holen sollen. Wir sind jetzt weitgehend verletzungsfrei, das ist natürlich gut. Außerdem haben wir mit Evgeni Pevnov noch einen Neuzugang, der wird uns auf jeden Fall helfen. Und dann hoffen wir, dass die Rückrunde ein bisschen besser läuft.

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