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Mannheim - Die Rhein-Neckar Löwen lassen der SG Flensburg-Handewitt im Topspiel keine Chance. Für die Tabellenführung reicht der Sieg jedoch nicht. Lübbecke überrumpelt Wetzlar, Minden behält im Kellerduell in Erlangen die Oberhand.

Die Rhein-Neckar Löwen haben dem Champions-League-Sieger SG Flensburg-Handewitt den letzten Funken Hoffnung auf den Verbleib im Titelkampf der Handball-Bundesliga geraubt.

Im Topspiel der DKB HBL bezwangen die zweitplatzierten Löwen die vom Verletzungspech schwer gebeutelten Nordlichter mit 23:20 (14:8) und untermauerten damit ihre Position als einziger ernsthafter Herausforderer des Titelverteidigers THW Kiel. (SERVICE: Tabelle)

Mit dem 21. Saisonsieg zogen die Badener nach Punkten (42:6) wieder mit dem Rekordmeister an der Spitze gleich und bauten zudem den Vorsprung auf Flensburg auf sechs Zähler aus.

Das Rennen um die Champions-League-Plätze bleibt derweil spannend.

Im Fernduell mit Magdeburg

Die SG (36:12) könnte bei einem Sieg des SC Magdeburg am Sonntag (17.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM) gegen die TSV Hannover-Burgdorf vom dritten Tabellenplatz verdrängt werden. (SERVICE: Ergebnisse und Spielplan

Bereits in der ersten Hälfte legten die Gastgeber, die ihren besten Werfer in Nationalmannschaftskapitän Uwe Gensheimer (6 Tore) hatten, mit einem souveränen Auftritt in der Mannheimer Arena den Grundstein zum Erfolg.

Gleichwohl zeigte sich Patrick Groetzki selbstkritisch: "Das war nicht alles ganz so top", erklärte der Löwen-Rechtsaußen bei SPORT1 - und dachte bereits an das DHB-Pokal-Viertelfinale gegen den THW Kiel (Mi., ab 18.55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM).

Uwe Gensheimer trifft mit den Löwen auf Flensburg
Uwe Gensheimer erzielte gegen Flensburg sechs Tore für die Rhein-Neckar Löwen © Getty Images

Groetzki schaut schon auf Pokal

"Im Pokal kommen Spieler, die im Eins-gegen-Eins besser sind. Da ist schon eine Leistungssteigerung nötig. Aber wir haben ja auch noch eine 6:0-Abwehr in der Hinterhand", so Groetzki. 

Der Verlierer aus Flensburg nahm vor allem das Positive mit:

"Wir haben gut gekämpft, uns aber in jeder Halbzeit einen kleinen Aussetzer erlaubt", sagte Keeper Mattias Andersson bei SPORT1. "Das Pokal-Viertelfinale beim VfL Gummersbach wird nun genauso schwer, ist wieder ein Auswärtsspiel. Da müssen wir enger zusammenstehen und dürfen nicht so viele Tempogegenstöße kassieren."

Vranjes dicht vor einem Einsatz

Die Norddeutschen, die derzeit ohne die verletzten Leistungsträger Thomas Mogensen, Lars Kaufmann und Holger Glandorf auskommen müssen, fanden im Angriff zu selten erfolgreiche Mittel.

Bester Schütze der Gäste war noch Bogdan Radivojevic (7).

Neben dem erneuten Einsatz von Co-Trainer Maik Machulla stand gegen die Löwen auch SG-Coach Ljubomir Vranjes erstmals vor einem Einsatz, agierte an der Seitenlinie zwischenzeitlich bereits in kurzen Hosen.

"Es juckt ihn schon die ganze Zeit, mal wieder mitzumachen", sagte Andersson nach Abpfiff. Nicht nur wegen der Verletztensituation - er macht ja auch gern im Training mit. 

Minden gewinnt Kellerduell

Das Feld hinter dem Spitzenquartett führt nach dem 28:28 (17:12) beim Bergischen HC weiter Frisch Auf Göppingen an.

Im Kellerduell schob sich der TSV GWD Minden durch ein 23:19 (13:8) beim HC Erlangen an den Gastgebern vorbei vom 18. auf den 15. Tabellenrang. Nach zuletzt sechs Niederlagen in Serie kam das abgeschlagene Schlusslicht SG BBM Bietigheim mit dem 23:21 (12:11) gegen den VfL Gummersbach wieder zu einem Erfolgserlebnis.

Der TuS N-Lübbecke bezwang die HSG Wetzlar knapp mit 27:26 (16:11).

Im Stenogramm:

Rhein-Neckar Löwen - SG Flensburg-Handewitt 23:20 (14:8)
Tore: Gensheimer (6/2), Ekdahl Du Rietz (4), Reinkind (4), Groetzki (3), Petersson (2), Schmid (2), Larsen (1), Myrhol (1) für Rhein-Neckar - Radivojevic (7), El Ahmar (3), Machulla (3), Eggert (2/2), Nenadic (2), Macke (1), Wanne (1), Zachariassen (1) für Flensburg  

HC Erlangen - TSV GWD Minden 19:23 (8:13)
Tore: Rahmel (4/1), Stranovski (4), Link (3), Theillinger (3), Murawski (2), Hess (1), Sveinsson (1), Thümmler (1) für Erlangen - Schmidt (6/3), Niemeyer (4), Doder (3), Kozlina (3), Rambo (3), Schäpsmeier (3), Steinert (1) für Minden
Zuschauer: 3259

TuS N-Lübbecke - HSG Wetzlar 27:26 (16:11)
Tore: Langhans (7), Vukovic (5), Dissinger (4), Tauabo (4), Pieczkowski (3), Remer (2), Schubert (2/2) für Lübbecke - Tönnesen (6), Weber (6), Balic (5), Fäth (2), Hahn (2), Lipovina (2), Manaskov (2), Harmandic (1) für Wetzlar

SG BBM Bietigheim - VfL Gummersbach 23:21 (12:11)
Tore: Lohrbach (6/1), Emrich (5), Haller (5), Schmid (4), Blodig (1), Dahlhaus (1), Praznik (1) für Bietigheim - Schröder (6), Santos (5), von Gruchalla (3), Kühn (2), Persson (2), Becker (1), Bult (1/1), Jonsson (1) für Gummersbach

Bergischer HC - FA Göpppingen 28:28 (12:17)
Tore: Nippes (8), Gunnarsson (5/2), Szilagyi (4), Gutbrod (3), Hoße (3), Preuss (3), Meschke (1), Oelze (1) für den BHC - Halen (5), Sesum (4), Späth (4), Kneule (3), Kraus (3), Schiller (3), Lobedank (2), Schöne (2), Beljanski (1), Nyokas (1) für Göppingen
Zuschauer: 2613

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