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Uwe Schwenker ist Präsident der Handball-Bundesliga
Uwe Schwenker warnt vor einem "absurden Szenario" © Getty Images

Ligapräsident Uwe Schwenker sieht durch die Causa Dan Beutler die aktuell geltenden Transferregeln in der DKB-HBL bedroht.

"Das ist ein ganz heißes Thema", sagte der HBL-Boss dem Magazin Handball inside. Nach den Statuten der Liga dürfen die Handballprofis nach dem 15. Februar nicht mehr wechseln.

Die Gültigkeit dieser Regel wird in einem Sportgerichtsprozess, den der TBV Lemgo aktuell gegen die HBL führt, in Zweifel gezogen.

Lemgo hatte geklagt, nachdem die HBL dem schwedischen Torwart Beutler im Dezember die Spielberechtigung für die Bundesliga zunächst verweigert hatte, weil Beutler in der laufenden Saison bereits für den schwedischen Spitzenklub IFK Kristianstad und den iranischen Klub Samen Al-Hojaj aufgelaufen war.

Der Lemgoer Rechtsbeistand Georg Engelbrecht (Saarbrücken) argumentierte allerdings im Verfahren vor dem Bundessportgericht, dass die Statuten der Internationalen Handball-Föderation (IHF) anzuwenden seien.

Ein IHF-Reglement zu Transferfristen aber existiert nicht, sodass laut Schwenker das "absurde Szenario" droht, wonach ein abstiegsbedrohtes Team am Ende der Serie zahlreiche Stars verpflichten kann, um die Klasse zu halten.

"Das werden wir, um Rechtssicherheit zu haben, bis zum Schluss gerichtlich ausfechten müssen. Wichtig ist, dass es beim Transferfenster bis zum 15. Februar bleibt", sagte Schwenker: "Das ist eine Bestimmung der Liga zum Schutz des Wettbewerbs."

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