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Mannheim - In der DKB HBL läuft schon jetzt alles auf das nächste Torduell der punktgleichen Rhein-Neckar Löwen und des THW Kiel hinaus. Auch deshalb sind die Löwen nach dem Sieg gegen Flensburg nicht ganz zufrieden.

Der Anfang eines Titelkandidaten würdig, das Ende – nun ja. Nikolaj Jacobsen pustete erst einmal kräftig durch.

"Die ersten 45 Minuten waren echt überragend, vor allem in der Abwehr", sagte der Trainer der Rhein-Neckar Löwen: "Zum Schluss hat uns aber ein bisschen die Kraft gefehlt, da war ich nicht mehr so ganz zufrieden."

Löwen ziehen mit Kiel gleich

Gereicht hatte es letztlich trotzdem: 23:20 (14:8) bezwang der Vizemeister in der DKB HBL die SG Flensburg-Handewitt und entledigte sich damit eines weiteren Titelkandidaten. Nach Punkten zogen die Löwen am Samstagabend mit Kiel gleich (DATENCENTER: Tabelle).

Bereinigt beträgt der Rückstand auf den Meister nach 24 Spieltagen noch 13 Tore. Es hätten noch weniger sein können, führten die Löwen zur Halbzeit gegen Flensburg doch bereits mit sechs Toren – dieser Vorsprung halbierte sich in der zweiten Halbzeit noch.

Gensheimer lobt Andersson

"Mattias Andersson hat einen Riesenjob gemacht hinten in der Kiste", lobte Uwe Gensheimer bei SPORT1 den Flensburger Torhüter, "und wir sind vielleicht nicht mehr ganz so konzentriert zu Werke gegangen."

Noch deutlicher wurde Patrick Groetzki am SPORT1-Mikrofon: "Darüber reden wir schon nochmal, das war nicht alles top, das hat jeder gesehen. Damit sind wir natürlich auch nicht zufrieden."

Einig waren sich am Ende aber alle, unabhängig von den Toren: "Der Sieg war sehr wichtig für uns", stellte Stefan Kneer fest, und Gensheimer ergänzte: "Das sieht man ja beim Blick auf die Tabelle."

Kiel kann kontern

Am Sonntagabend können die Zebras bereits kontern: Beim Abstiegskandidaten TSG Friesenheim geht es bereits jetzt um einen möglichst hohen Sieg (ab 17 Uhr im LIVETICKER bei SPORT1). Das Wettballern startet pünktlich mit Frühlingsbeginn. Abschütteln, das glauben zumindest die Löwen, wird Kiel seinen einzig verbliebenen Verfolger in Sachen Tordifferenz aber nicht (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan).

"Wir haben mit sehr viel Tempo nach vorne gespielt", bilanzierte Gensheimer, während sein Kollege Patrick Groetzki die Offensivvorstellung gerade in den ersten 30 Spielminuten lobte: "Da hat ziemlich viel zusammengepasst."

Im letzten Jahr entschieden zwei Tore

Und so deutet alles wie schon im vergangenen Jahr auf ein Herzschlagfinale hin, als die Löwen im Kampf um ihre erste Meisterschaft dem THW wegen läppischer zwei Tore den Vortritt lassen mussten.

Für die Entscheidung könnte am 5. April das Bundesliga-Duell an der Förde sorgen - bereits am Mittwoch stehen sich beide Teams im Viertelfinale des DHB-Pokals gegenüber (ab 18.55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

"Jeder weiß: Der THW ist das Nonplusultra", sagte Gensheimer bei SPORT1. "Sie haben so viele Optionen auf der Bank, da weiß man gar nicht, auf wen man sich gezielt vorbereiten soll, weil jeder das Spiel entscheiden kann." Löwen-Geschäftsführer Lars Lamade forderte "60 Minuten Konzentration", wenn die Giganten des Fernduells zum ersten Mal in der Halle aufeinanderprallen.

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