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Durch den Sieg im Ostwestfalen-Derby bei GWD Minden nähert sich der TBV Lemgo dem rettenden Ufer. Die SG Flensburg-Handewitt festigt beim VfL Gummersbach Rang drei.

Dem strauchelnden Ex-Meister TBV Lemgo ist im Abstiegskampf der DKB HBL ein eminent wichtiger Auswärtssieg geglückt. (DATENCENTER: Ergebnisse)

Das Team von Weltmeister Florian Kehrmann gewann das Ostwestfalen-Derby bei GWD Minden mit 30:23 (14:12) und verdrängte den nun punktgleichen direkten Konkurrenten vom ersten Nicht-Abstiegsplatz (beide 22:40).

Flensburg festigt Rang drei 

Die SG Flensburg-Handewitt landete derweil auf dem Weg zur erneuten Champions-League-Qualifikation ebenfalls einen wichtigen Auswärtserfolg. (DATENCENTER: Tabelle)

Das Team von Trainer Ljubomir Vranjes siegte beim Altmeister VfL Gummersbach mit 32:24 (15:13) und festigte mit 46:16 Punkten den dritten Platz hinter dem Spitzenduo THW Kiel (55:7) und den Rhein-Neckar Löwen (53:7).

"Ich bin sehr zufrieden mit der Abwehr, mit den Kreisläufern eher nicht", zog der SG-Coach bei SPORT1 ein leicht gemischtes Fazit. "Aber wir haben die Ruhe behalten, obwohl wir teilweise schwere technische Fehler gemacht haben. Wir machen kleine Schritte nach vorne."

Thomas Mogensen fügte an: "Der Sieg war sehr wichtig. In den letzten Auswärtsspielen haben wir Schwächen gezeigt und wenig Tore gemacht. Die 32 Tore heute sagen aus, dass wir vorne super gespielt haben. Und wir hatten mehr Kraft als der Gegner. Allerdings hatten wir auch fast eine Woche Pause gehabt: Besonders wenn man einige Verletzte hat wie wir, ist das natürlich ein Vorteil."

Eggert als Sieggarant

In Gummersbach gaben sich von Beginn an keine Blöße. Linksaußen Anders Eggert (sieben Tore) führte die SG zum souveränen Sieg.

Der Verlierer nahm die Niederlage halbwegs gelassen.

"Wir haben in der einen Phase, als wir rangekommen sind, eine bessere Deckung gehabt", sagte VfL-Keeper Matthias Puhle bei SPORT1. "Außerdem haben die Zuschauer richtig Gas gegeben. Wir haben alles gegeben, schlechte Entscheidungen im Angriff in Überzahl haben uns zurückgeworfen."

Florian Kehrmann ist seit Mitte Dezember Trainer des TBV Lemgo
Florian Kehrmann feiert mit dem TBV Lemgo einen wichtigen Sieg © Getty

Bietigheim erster Absteiger

Die Lemgoer wiederum konnten sich beim Derbysieg gegen Minden vor allem beim hervorragend aufgelegten Rechtsaußen Tim Hornke (sieben Tore) und Torwart Dan Beutler bedanken, der einige spektakuläre Paraden zeigte.

In einer kampfbetonten Partie hielt Lemgo die Gastgeber bis zum Schluss auf Distanz.

Schlusslicht SG BBM Bietigheim (11:51) hatte bereits am Samstag das Aufsteigerduell gegen TSG Ludwigshafen-Friesenheim mit 24:26 (11:13) verloren und steht damit schon fünf Spieltage vor dem Saisonende als erster Absteiger fest. Die TSG (21:39 Punkte) darf dagegen wieder hoffen.

Im Stenogramm:

VfL Gummersbach - SG Flensburg-Handewitt 24:32 (13:15)
Tore: Santos (6/1), Persson (4), von Gruchalla (3/1), Ernst (3), Jonsson (2), Becker (2), Schröder (2), Kühn (1), Larsson (1) für Gummersbach - Eggert (7/3), Mogensen (5), Svan (5), Zachariassen (5), Elahmar (4), Nenandic (3), Kaufmann (2), Wanne (1) für Flensburg
Zuschauer: 4132

TSV GWD Minden - TBV Lemgo 23:30 (12:14)
Tore: Doder (7/2), Schäpsmeier (4), Niemeyer (4), Rambo (2), Kunkel (2), Svitlica (2), Kozlina (1), Steinert (1) für Minden - Hornke (8/1), Hermann (6), Suton (4), Lemke (4), Pekeler (3), Herth
(2), Bechtloff (1), Höning (1), Zieker (1) für Lemgo
Zuschauer: 4053

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