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Der Kroate führt den THW zum klaren Sieg in Magdeburg. Der vermeintliche Stolperstein kann nur anfangs mithalten und kassiert einen Rückschlag im Kampf um Rang drei.

Der THW Kiel maschiert der Meisterschaft in der DKB HBL mit großen Schritten entgegen.

Der Titelverteidiger setzte sich beim SC Magdeburg souverän mit 32:26 (17:12) durch und führt die Tabelle mit 55:7 Punkten weiter vor den Rhein-Neckar Löwen (53:7), die am Dienstag gegen Melsungen gewonnen hatten, an.

Die viertplatzierten Gäste (40:18), die vorher als mögliche Stolperfalle für den THW ausgemacht wurden, konnten nur in der Anfangsphase mithalten und verpassten einen wichtigen Sieg im Kampf um Rang drei. (DATENCENTER: Tabelle DKB HBL)

Duvnjak glänzt

Filip Jicha wollte von einer Vorentscheidung im Titelkampf nichts wissen. "Auf uns warten noch schwere Spiele gegen Lemgo zu Hause oder in Hannover. Wir müssen uns weiterhin nur mit der nächsten Aufgabe beschäftigen, sonst verlieren wir die Meisterschaft", sagte der Tscheche im Anschluss bei SPORT1.

Domagoj Duvnjak war mit sieben Treffern bester Werfer. Der Kroate glänzte zudem als Vorbereiter.

"Wir wussten, dass es schwer ist, hier zu spielen. Wir sind glücklich, dass wir gewonnen haben. Der Kampf um die Meisterschaft geht weiter. Wir haben noch fünf Spiele. Das war eine wichtige Partie für uns", sagte der Matchwinner.

Weber lobt Sonne

Für Magdeburg kam Robert Weber auf sechs Tore. Weber konnte allerdings keinen seiner Versuche aus dem Feld verwandeln. Bei den Siebenmetern zeigte er sich aber sicher.

"Wir haben leider erst Mitte der zweiten Halbzeit angefangen zu kämpfen und hatten dann einige gute Aktionen hinten wie vorne. Aber das kam leider zu spät", sagte der Österreicher bei SPORT1.

Sein Team habe im ersten Abschnitt zu viel zu- und zu viel liegen gelassen.

"Kim Sonne macht da einen Wahnsinnsjob hinten drin", lobte Weber den Kieler Torhüter. Der Rechtsaußen sinnt auf eine Revanche im kommenden Jahr: "Ich hoffe, dass ich ihn im nächsten Jahr überwinden kann."

Grafenhorst sorgt für Aufreger

Der Blick für den SC geht Richtung Rang vier. "Gegen den THW kann man verlieren. Wir haben hier heute eine super Kulisse genossen und konnten nur gewinnen. Das war die Devise", meinte Weber.

Yves Grafenhorst sorgte in der Schlussminute für einen Aufreger, als er Jicha im Gesicht traf und des Feldes verwiesen wurde.

"Er hat sich nach dem Spiel bei mir entschuldigt und gesagt, dass es keine Absicht war", sagte Jicha: "Solche Zweikämpfe passieren im Handball. Alles gut."

Stenogramm:

SC Magdeburg - THW Kiel 26:32 (12:17)
Tore: Weber (6/6), Natek (5), Grafenhorst (5), Haaß (3), Bezjak (3), Musche (2), van Olphen (1), Bagersted (1) für Magdeburg - Duvnjak (7), Vujin (6), Cancellas Reixach (4/4), Wiencek (4), Ekberg (4), Jicha (4), Lundström (1), Weinhold (1), Lauge Schmidt (1) für Kiel
Zuschauer: 7148

Das Restprogramm im Meisterschaftskampf:

THW Kiel

Rhein-Neckar Löwen

8.4. SC Magdeburg (A) 32:26

7.4. MT Melsungen (H) 32:26

22.4. Frisch Auf Göppingen (H)

17.4. HSG Wetzlar (A)

15.5. VfL Gummersbach (A)

20.5. HBW Balingen (H)

20.5. GWD Minden (H)

23.5. TuS N-Lübbecke (A)

26.5. Füchse Berlin (H)

3.6. TSV Hannover-Burgdorf (A)

3.6. Lu-Friesenheim (H)

5.6. TBV Lemgo (H)

5.6. SC Magdeburg (A)


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