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THW Kiel v Rhein Neckar Loewen - DKB HBL
Der THW Kiel kann in diesem Jahr seine 20. Deutsche Meisterschaft holen © Getty Images

München - Nach Länderspielpause und Pokalwahnsinn geht die DKB HBL auf die Zielgerade. Wie steht's im Rennen um Meisterschaft, EHF-Cup und Klassenerhalt? SPORT1 gibt einen Überblick.

Nach dem Pokal-Drama ist vor dem Liga-Endspurt.

Ob das Duell um die Meisterschaft, das Rennen um die europäischen Plätze oder der Kampf um den Klassenerhalt - Spannung ist in der besten Liga der Welt garantiert. (DATENCENTER: Tabelle)

SPORT1 gibt vor der Schlussphase in der DKB Handball-Bundesliga einen Überblick:

Meisterschaft

Titelverteidiger Kiel (59:7 Punkte) geht mit sechs Punkten Vorsprung auf Verfolger Rhein-Neckar Löwen (53:9) auf die Zielgerade der Saison. Allerdings hat der Vizemeister zwei Spiele weniger absolviert als die "Zebras", könnte damit bis auf zwei Zähler an die Kieler heranrücken.

Dennoch brauchen die Löwen mindestens einen Ausrutscher des THW, um zumindest nach Punkten wieder gleichzuziehen und ein erneutes Wettballern um den Titel zu erzwingen. Allerdings ist die Tordifferenz der Löwen satte 64 Treffer schlechter - es muss also fast schon ein Wunder her.

Der Kampf um die Meisterschaft in der Übersicht
Der Kampf um die Meisterschaft in der Übersicht © SPORT1

Damit es so eng erst gar nicht wird, hat Kiel vorgesorgt: Nach der Länderspielpause und während des REWE Final Four absolvierten die "Zebras" ein Kurz-Trainingslager in Istanbul und feierten dort einen 36:30-Testspielerfolg gegen den Champions-League-Teilnehmer Besiktas Istanbul.

Dies sollte sich gegen Gummersbach auszahlen. Nach einer schwachen ersten Halbzeit, drehte der THW in Hälfte zwei auf und entschied das Spiel letztendlich doch noch souverän mit 32:26 für sich.

Auf dem Weg zur 20. Meisterschaft kann sich der Rekordchampion also wohl nur selbst schlagen. 

Allerdings haben die Kieler mit dem Final Four der Champions League Ende Mai noch ein zweites Riesen-Ziel vor Augen - diese Doppelbelastung könnte die Meisterschaft auf den letzten Metern doch noch einmal zum Krimi machen.

EHF-Cup

Pokalsieger SG Flensburg-Handewitt (47:17) liegt als Tabellendritter souverän auf Europacup-Kurs. Das Ticket für den EHF-Cup haben die Flensburger schon sicher.

Ein möglicher Champions-League-Triumph des THW Kiel oder eine Wildcard-Regelung für den HBL-Dritten könnte den Norddeutschen aber sogar die Teilnahme an der Champions-League-Quali sichern.

Allerdings hat auch Verfolger SC Magdeburg noch Rang drei im Visier. Durch ein 32:25 in Balingen am Mittwoch rückte der SCM bis auf einen Punkt an Flensburg heran.

Hinter dem Duo deutet sich ein hartes Ringen um Platz fünf an, der ebenfalls die Tür zum EHF-Cup öffnen würde. Melsungen hat mit einer Bilanz von 36:28 als Fünfter die besten Karten, allerdings sind den Hessen mit Frisch Auf Göppingen (ebenfalls 36:28) und den Füchsen Berlin (35:27) gleich zwei Teams ganz dicht auf den Fersen.

Selbst die punktgleichen HSV Hamburg und HSG Wetzlar dürfen sich mit 32:32 noch leise Hoffnungen machen. Die Hamburger reaktivierten für die Schlussphase in der HBL und das Final Four im EHF-Cup am 16. und 17. Mai den 42 Jahre alten Johan Petersson, um die Ausfälle von Stefan Schröder und Hans Lindberg zu kompensieren. 

Der Kampf um den EHF-Cup in der Übersicht © SPORT1

Abstieg

Nach dem zwischenzeitlichen Lizenzentzug für den HSV und der Rettung über Umwege im Vorjahr müssen in dieser Saison vier Teams den Gang in die 2. Liga antreten.

Als Absteiger fest steht bisher nur das abgeschlagene Schlusslicht SG BBM Bietigheim (11:53). Hoffen darf noch der HC Erlangen (18:46), nach der Niederlage gegen Melsungen am 32. Spieltag trennen die Franken aber schon fünf Punkte vom rettenden Ufer.

Um den vermeintlich letzten sicheren Platz in der Liga kämpft ein Trio: der TSV GWD Minden, der TBV Lemgo und die TSG Ludwigshafen-Friesenheim. Aktuell belegen Friesenheim (21:43) und Lemgo (22:42) die beiden Abstiegsplätze, Minden (23:43) ist aber nur einen bzw. zwei Punkte davor.

Im Keller wird es unglaublich eng, zumal auch der Bergische HC (26:38) sowie der TSV Hannover-Burgdorf und TuS N.-Lübbecke (beide 27:37) noch nicht alle Sorgen los sind.

Der Abstiegskampf in der Übersicht © SPORT1

Die kommenden Handball-Sendezeiten im Überblick:

15. Mai, 20.15 Uhr: VfL Gummersbach - THW Kiel, 32. Spieltag, LIVE im TV auf SPORT1 u. GRATIS-LIVESTREAM auf SPORT1.de

20. Mai, 20 Uhr: THW Kiel - TSV GWD Minden, LIVE im TV auf SPORT1 u. GRATIS-LIVESTREAM auf SPORT1.de

23. Mai, 18.55 Uhr: TuS N.-Lübbecke - Rhein-Neckar Löwen, GRATIS-LIVESTREAM auf SPORT1.de 

24. Mai, 15 Uhr: HSV Hamburg - SG Flensburg-Handewitt, LIVE im TV auf SPORT1GRATIS-LIVESTREAM auf SPORT1.de 

24. Mai, 16.40 Uhr: Füchse Berlin - SC Magdeburg, GRATIS-LIVESTREAM auf SPORT1.de 

26. Mai, 20.15 Uhr: Rhein-Neckar Löwen - Füchse Berlin, LIVE im TV auf SPORT1GRATIS-LIVESTREAM auf SPORT1.de   

3. Juni, 20 Uhr: TSV Hannover-Burgdorf - THW Kiel, LIVE im TV auf SPORT1GRATIS-LIVESTREAM auf SPORT1.de 

5. Juni, 19.45 Uhr: Konferenz, u.a. mit THW Kiel - TBV Lemgo, LIVE im TV auf SPORT1GRATIS-LIVESTREAM auf SPORT1.de 

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