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Kiel - Der THW Kiel sichert sich den 20. Meistertitel. Der Triumph gerät am letzten Spieltag nie in Gefahr. Zum Abschluss gibt es einen Erfolg über Lemgo - und eine große Feier.

In einem Punkt waren sich alle Kieler einig: Dieser Meistertitel, der insgesamt zwanzigste der Vereinsgeschichte und der vierte in Serie, war mit ganz harter Arbeit verbunden. Kein Spaziergang, nein, vielmehr war es Anspannung bis zuletzt.

"Es war eine schwierige Saison mit sehr viel Bastelei. Wir hatten neue Spieler, am Anfang viele Ausfälle und kaum ein System. Zudem haben die Löwen eine sensationelle Saison gespielt", sagte Trainer Alfreo Gislason bei SPORT1.

Am Ende war der Triumph jedoch nie gefärdet. Die Zebras besiegten den TBV Lemgo am letzten Bundesliga-Spieltag mit 33:29 und ließen keinerlei Zweifel mehr aufkommen.

Nach Abpfiff folgte eine beeindruckende Lichter-Show auf dem Feld, eine Funken sprühende "20" füllte die Halle mit Licht und Glanz.

Riesiger Vorsprung

Kiel stand schon vor dem Spieltag wegen des deutlich Vorsprungs (zwei Punkte und 25 Tore) auf die Löwen praktisch als Meister fest - so wurde die Partie für das Team um Nationalspieler Steffen Weinhold zu einem Schaulaufen.

Der Grundstein zur Meisterschaft: Kiel blieb in den letzten 15 Liga-Spielen ungeschlagen. Gegen Lemgo konnte sich Gislason sogar den Luxus erlauben, auf seinen angeschlagenen Rückraumstar Filip Jicha (Schambeinentzündung) zu verzichten.

Aron Palmarsson, der die Nordlichter nun in Richtung Ungarn verlassen wird, sagte bei SPORT1: "Es ist insofern traurig, weil ich das alles zum letzten Mal hier erlebe. Aber jetzt werden wir noch einmal richtig feiern, ich bin unglaublich glücklich. Titel sind immer unser Ziel und es ist immer wieder schön, am Ende oben zu sein. Ich werde immer THW-Fan bleiben."

Enttäuschung bei den Löwen

Während beim Rekordchampion an der Förde wieder einmal der Champagner floss, mussten sich die Rhein-Neckar Löwen erneut mit dem zweiten Platz begnügen. Der Mannschaft nutzte  der 32:27-Erfolg beim SC Magdeburg nichts mehr.

Andy Schmid meinte bei SPORT1: "Es hat sich abgezeichnet, dass Kiel Meister werden wird. Wir haben uns damit schon vor drei, vier Wochen abgefunden, Vize-Meister zu werden. Im Mannschaftssport zählt es aber, am Ende was in der Hand zu haben. Deshalb ist die Enttäuschung da."

Party in Kiel

Deutlich weiter nördlich hingegen war der Startschuss für eine lange Partynacht deutlich zu hören. Diese soll auch darüber hinweg trösten, dass die Kieler die weiteren Ziele in dieser Saison verfehlten. Im DHB-Pokal war für die Norddeutschen bereits im Viertelfinale Endstation, beim Final Four in der Champions League am vergangenen Wochenende wurden sie nach zwei Pleiten Letzter.

Das geriet nach Abpfiff jedoch in Vergessenheit. Manger Thorsten Storm kündigte frohen Mutes an: "Wir haben viele Feierbiester dabei..."

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