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SG Flensburg-Handewitt v FA Goeppingen - DKB HBL
Dragos Oprea spielte zuletzt für Frisch Auf Göppingen © Getty Images

Der THW reagiert kurz vor Toreschluss auf die dünne Personaldecke auf den Außen-Positionen. Der Deutsch-Rumäne schwärmt überschwänglich und zögert keine Sekunde.

Rekordmeister THW Kiel hat vor dem Start der Champions League (ab 19 Uhr im LIVETICKER) auf die angespannte Personalsituation auf Linksaußen reagiert und mit Dragos Oprea (33) einen weiteren Flügelspieler verpflichtet.

Der frühere deutsche Nationalspieler rumänischer Herkunft unterschrieb bei den Norddeutschen kurz vor Ende der Wechselfrist für europäische Wettbewerbe einen Vertrag bis Ende des Jahres.

Oprea ging von 2002 bis 2015 für den Bundesligisten Frisch Auf Göppingen auf Torejagd und hatte sich zuletzt beim Württembergligisten TV Steinheim fit gehalten.

"Dragos ist ein erfahrener Spieler, und ich freue mich, dass er so kurzfristig zugesagt hat", sagte THW-Trainer Alfred Gislason. Oprea, der 21 Länderspiele für Deutschland bestritt, erzielte in 13 Bundesliga-Jahren 1409 Treffer (422 Spiele) und gewann 2011 und 2012 mit Göppingen den EHF-Pokal.

Kiel reagierte mit der Verpflichtung Opreas auf die angespannte Situation auf Linksaußen. Nationalspieler Dominik Klein wird dem Klub nach seinem Kreuzbandriss noch mehrere Monate fehlen, zudem hat Neuzugang Torsten Jansen weiterhin mit Bandscheibenproblemen zu kämpfen.

Seit Saisonbeginn war deshalb der 22-jährige Rune Dahmke auf der linken Außenbahn auf sich allein gestellt.

"Rune spielt bisher eine tolle Saison, aber wir dürfen ihn auch nicht überbelasten. Jetzt haben wir wieder eine Alternative", sagt THW-Geschäftsführer Thorsten Storm: "Wir haben bis zum Jahresende noch mindestens 26 Spiele zu bestreiten. Deshalb mussten wir nach den Verletzungen von Toto und Dominik noch einmal etwas tun."

Für den 1,90 Meter großen Oprea, der das "Zebra"-Trikot mit der Rückennummer 55 tragen wird, kam das Angebot aus Kiel "völlig überraschend. Ich hatte nicht viel Zeit, darüber nachzudenken. Und ich brauchte auch nicht viel Zeit, zuzusagen. Dass ich noch einmal das THW-Trikot tragen würde, hätte ich bis vorgestern nicht einmal zu träumen gewagt."

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