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Die Rhein-Neckar Löwen profitieren weiter von den Patzern der Konkurrenz. Der THW Kiel geht in Göppingen nahezu unter, Flensburg rettet gerade so ein Unentschieden.

Der THW Kiel und die SG Flensburg-Handewitt haben in der DKB HBL (Tabelle) erneut Federn gelassen.

Meister Kiel unterlag am 7. Spieltag bei Frisch Auf Göppingen überraschend klar mit 21:29 (9:13), Flensburg rettete sich gegen die Füchse Berlin in letzter Sekunde zu einem 30:30 (14:17).

Löwen eilen von Sieg zu Sieg

Kiel erwischte in Göppingen einen schweren Fehlstart (1:6), leistete sich dabei offensiv wie defensiv einige teils schwere Patzer. "Das war unglaublich schlecht", resümierte Kreisläufer Rene Toft Hansen bei SPORT1.

Nach der Pause kämpfte sich der THW zwar schnell bis auf ein Tor heran (12:13/34. Minute), die Gastgeber aber zeigten sich unbeeindruckt, zogen wieder davon und hielten die Kieler in Schach.

Göppingens wiedererstarkter Michael Kraus sah den Schlüssel für den Erfolg in der Defensive. "Wir hatten versucht, unsere Abwehr so stark wie möglich zur machen. Dazu hatten wir einen starken Torhüter hinten drin", analysierte der Nationalspieler bei SPORT1.

Auch im Spiel nach vorne sind positive Entwicklungen zu erkennen. "Wir wollten unsere Lehren ziehen aus der Pleite gegen die Löwen. Dort haben wir viele technische Fehler gemacht", führte Kraus weiter aus und ergänzte perspektivisch: "Wir möchten Schritt für Schritt gehen. Ich gebe jetzt keine Parolen aus, wo es am Ende hingehen soll."

Löwen profitieren

Nutznießer der Pleite der Zebras war Spitzenreiter Rhein-Neckar Löwen, der beim ungefährdeten 31:20 (19:8) gegen Aufsteiger TVB Stuttgart seinen siebten Sieg im siebten Saisonspiel feierte.

Die Löwen führen mit 14:0 Punkten vor MT Melsungen (10:2), Göppingen, Kiel (beide 10:4), Berlin (9:3) und Flensburg (9:5). Melsungen spielt erst am Samstag in Hannover.

Flensburg mit Last-Minute-Punkt

Vier Tage nach dem Traumstart in der Champions League gegen Mitfavorit Paris St. Germain (39:32) lief Flensburg lange einem Rückstand hinterher.

45 Sekunden vor dem Spielende stand es 28:30, dann trafen die Dänen Lasse Svan (59:29) sowie Henrik Toft Hansen (60:00) und verhinderten die dritte Bundesliga-Niederlage in Folge.

Bester Werfer der Gastgeber war Svan (9), für Berlin erzielte Petar Nenadic sieben Treffer. Bei den Göppingern glänzte Zarko Sesum (6), im einseitigen Spiel in Mannheim traf Nationalmannschaftskapitän Uwe Gensheimer fünfmal für die Löwen.

Die Spiele im Schema:

FA Göppingen - THW Kiel 29:21 (13:9)
 Tore: Sesum (6), Schiller (5/2), Spath (4), Kraus (4), Halen (3) Kneule (2), Lobedank (1), Fontaine (1), Kaufmann (1), Kristensen (1), Berg (1) für Göppingen - Sprenger (5), Weinhold (4), Canellas (4/3), Dahmke (2), Dissinger (2), Vujin (1), Wiencek (1), Mamelund (1), Duvnjak (1) für Kiel 
Zuschauer: 5200

Rhein-Neckar Löwen - TVB Stuttgart 31:20 (19:8)

Tore: Gensheimer (5/2), Larsen (4), Groetzki (4/2), Guardiola (3), Ekdahl (3), Baena (3), Reinkind (2), Petersson (2), Sigurmannsson (2/1) Schmid (1), Kneer (1), Pekeler (1) für die Rhein-Neckar Löwen - Baumgarten (3), Weiss (3), Esteki (3), Kretschmer (2), Kisum (2), Spatz (2/2), Schimmelbauer (1), Schweikardt (1), M'Bengue (1), Coric (1), Kienzle (1) für Stuttgart
Zuschauer: 4412

SG Flensburg-Handewitt - Füchse Berlin 30:30 (14:18)
Tore: Svan (9/1), Glandorf (6), Lauge Schmidt (4), Eggert (4/3), Djordjic (2) Mogensen (2), Toft Hansen (2), Gottfridsson (1) für Flensburg-Handewitt - Nenadic (7), Vukovic (5), Petersen (5/2), Wiede (4), Tonnesen (3), Weyrauch (2), Nielsen (2), Plaza (1), Gujon (1) für Berlin
Zuschauer: 5767

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