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Im Spitzenspiel der DKB HBL schießt der Titelverteidiger den SC Magdeburg ab. Die Kieler werfen sich nach dem Frust in der Champions League den Frust von der Seele.

Der deutsche Handball-Meister THW Kiel hat sich den Champions-League-Frust in der Bundesliga von der Seele geworfen. Die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason fertigte drei Tage nach der 22:29-Pleite bei RK Zagreb im Duell zweier ehemaliger Champions-League-Gewinner den SC Magdeburg mit 33:24 (15:10) ab.

Kiel verbesserte sich in der Tabelle damit auf Platz zwei hinter Spitzenreiter Rhein-Neckar Löwen.

"Gegen Zagreb war das nicht genug von unserer Seite. Heute wollten wir zeigen, dass das nicht unser richtiges Niveau war", sagte Niklas Landin bei SPORT1.

Dahmke bester Werfer

Mit 10:2 Punkten zogen die Kieler an der Überraschungsmannschaft der MT Melsungen vorbei.

Das Team von Trainer Michael Roth büßte durch ein überraschendes 23:27 (11:12) in eigener Halle gegen Altmeister VfL Gummersbach seine weiße Weste ein. Ungeschlagen ist nach sechs Partien damit nur noch Vizemeister Rhein-Neckar Löwen, der am Sonntag sein Auftaktspiel in der Königsklasse gegen Titelverteidiger FC Barcelona bestritt.

Rune Dahmke war mit zehn Treffern der beste Werfer beim THW, der sich für das Spitzenspiel gegen die Magdeburger viel vorgenommen hatte. "Wir waren total unzufrieden mit unserer Leistung im letzten Spiel. Wir sind super gestartet und konnten das über das ganze Spiel hinweg ausbauen. Unsere Abwehr stand sicher, wir konnten viele leichte Tore machen", sagte der Matchwinner bei SPORT1.

Landin freut sich über Traumtor

Überragender Rückhalt war Torhüter Landin. "Das war gut. Ich hatte ein gutes Gefühl", sagte der Keeper, der zu Saisonbeginn mit seiner eigenen Leistung nicht ganz zufrieden war. "Wir wissen, was er für eine Klasse hat", meinte Dahmke.

In Kombination mit Niclas Ekberg sorgte Landin auch für das Highlight des Spiels. Einen weiten Pass des Dänen verwerte Linksaußen Ekberg direkt. "Das ist immer schön, ein guter Pass und ein schönes Tor. Ich habe auch mit Niclas letzte Woche darüber gesprochen, dass wir mehr Gegenstöße machen können", meinte Landin.

Die Losung von Gislason lautete klar und einfach: "Ich möchte die Punkte unbedingt in Kiel behalten." Und seine Schützlinge ließen von Beginn an keinen Zweifel, dass sie den Auftrag ihres Chefs erfüllen wollen. Der THW setzte sich Mitte der ersten Hälfte ab. Kontinuierlich wurde der Vorsprung ausgebaut und der fünfte Saisonsieg sicher eingefahren.

Haas: "Ist uns peinlich"

Die Magdeburger kassierten im sechsten Spiel bereits ihre dritte Niederlage. "Das war heute eine Lehrstunde in allem was Handball ausmacht", sagte ein enttäuschter Michael Haas bei SPORT1: "Das ist uns gerade ein bisschen peinlich, wie wir uns präsentiert haben."

Haaß forderte eine Reaktion der Mannschaft. "Wir haben diese Saison noch kein richtig gutes Spiel gemacht. Da müssen jetzt auch mal unbequeme Worte gesprochen werden."

Unterdessen sorgt Aufsteiger DHfK Leipzig weiter für Furore. Der frühere Europapokalsieger feierte beim 28:25 (13:13) gegen den TBV Lemgo bereits seinen dritten Saisonsieg. Die Füchse Berlin kamen gegen Neuling TVB Stuttgart zu einem klaren 26:20 (13:10)-Erfolg und feierten den vierten Sieg in der noch jungen Spielzeit.

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