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Konstantin Igropulo spielte von 2012 bis 2015 für die Füchse Berlin © imago

München - Der Ex-Berliner Igropulo erhebt nach einer erneuten Blinddarm-OP via Instagram schwere Vorwürfe. Füchse-Boss Hanning erklärt SPORT1, was passierte. Berlin droht wohl kein Ärger.

Auch nach seinem Abschied aus der DKB HBL sorgt Konstantin Igropulo noch für Aufsehen.

Der Linkshänder, dessen auslaufender Vertrag bei den Füchsen Berlin im Sommer nicht verlängert worden war, wurde in Dänemark am Blinddarm operiert und wirft deutschen Ärzten via Instagram nun Pfusch vor.

Zu einem Bild im Krankenhaus schrieb Igropulo: "Danke an die Ärzte hier, die die Fehler ihrer deutschen Kollegen ausgebügelt haben."

Im Dezember war Igropulo in Berlin am Blinddarm operiert worden. Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning erklärte bei SPORT1, wie die Behandlung damals genau ablief.

Not-OP im Dezember

"Igropulo hatte im Dezember eine Not-OP wegen seines Blinddarms. Er ist aber nicht von unseren Mannschaftsärzten operiert worden", sagte Berlins Boss: "Danach war er noch bei einem Spezialisten, der angeboten hat, noch einmal zur Kontrolle in den Bauch schauen, weil es tatsächlich passieren kann, dass ein Teil des Blinddarms zurückbleibt. Das hat der Spieler damals aber abgelehnt."

Im Februar klagte Igropulo aber erneut über Schmerzen, Hanning wurde damals von der Berliner Morgenpost wie folgt zitiert: "Was Igropulo hat? Vielleicht etwas am Blinddarm, den es nicht mehr gibt. Seine Blutwerte sind völlig in Ordnung."

Zoff gab und gibt es zwischen Hanning und Igropulo aber nicht, betont der Geschäftsführer bei SPORT1: "Ich habe kein angespanntes Verhältnis zu dem Spieler."

Keine Angst vor Klage

Igropulo wechselte im Sommer dann zu KIF Kolding. Dort wurde nun festgestellt, dass ein Stück des Blinddarms tatsächlich noch da war, er musste erneut operiert werden.

Entsprechend schrieb Igropulo weiterhin bei Instagram, dass er Dokumente sammle, um sich als erster Mann mit zwei Blinddärmen für das Guinness Buch zu bewerben.

Zudem deutete er eine mögliche Klage gegen die deutschen Mediziner an. Die Füchse Berlin fürchten dabei aber keinen Ärger. 

"Unsere Ärzte sind jeglicher Sorgfaltspflicht nachgekommen. Das ist dokumentierbar und damit ist das Thema für mich abgeschlossen", betonte Hanning: "Wenn er das Gefühl hat, dass er im Krankenhaus falsch operiert wurde, muss er die Klinik verklagen."

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