Video

München und Mannheim - In der Debatte um seine vermeintliche Kritik an Ex-Kapitän Filip Jicha fühlt sich Kiels Coach Gislason unangemessen zitiert - und stimmt bei SPORT1 versöhnliche Worte an.

In der Debatte um seine vermeintliche Kritik an Ex-Kapitän Filip Jicha hat Alfred Gislason bei SPORT1 Stellung bezogen und versöhnliche Worte angestimmt.

Am Rande der 20:24 (7:13)-Niederlage bei den Rhein-Neckar Löwen im Topduell der DKB HBL erklärte der Trainer von Rekordmeister THW Kiel: "Da wurden Zitate von mir aus dem Zusammenhang gerissen. Darüber bin ich sehr enttäuscht, weil Filip dadurch in ein schlechtes Licht gerückt wird. Das hat er sicherlich nicht verdient, weder durch mich noch durch den THW."

Das Magazin Handball inside hatte Gislason mit Jichas kurzfristigem Wechsel zum FC Barcelona konfrontiert - und den Isländer zitiert: "Wenn wir das im April gewusst hätten, hätten wir Rasmus Lauge doch niemals nach Flensburg gehen lassen."

Er (Gislason, Anm. d. Red.) habe jedoch keine Alternative gesehen, den wechselwilligen Tschechen freizugeben: "Die andere Option wäre gewesen zu sagen: 'Du musst bleiben.' Und das hätte garantiert mit einem Riesentheater geendet."

Angeblicher Vergleich mit Lövgren und Alm

Dem Vergleich mit früheren Ikonen des Kieler Handballsports wie Stefan Lövgren und Marcus Ahlm halte Jicha nicht stand, so Gislason weiter: "Lövgren und Ahlm hätten niemals so gehandelt."

Diese Worte will der Trainer, der nach eigener Aussage daraufhin von Jicha "wutentbrannt angerufen wurde", so nun keineswegs gemeint haben: "Filip war für uns eine überragende Persönlichkeit, einer der ganz großen Spieler der THW-Geschichte, der es nicht verdient hat, dass man nachtritt gegen ihn", sagte der Isländer bei SPORT1.

Gislason fügte an, Jichas Wechsel habe ihm "natürlich weh getan. Aber er hat so viele  Verdienste für den Klub, wir haben ihm so viel zu verdanken - und auch ich. Deshalb war ich natürlich sehr schockiert, dass diese Zitate so hart ihm gegenüber wirken, die ich so auch nicht gesagt habe, meine ich und auch nicht so ausgelegt werden dürften..."

Rückendeckung von Storm

Thorsten Storm sprang seinem Coach bei SPORT1 zur Seite: "Wer Alfred kennt, der weiß: Das stimmt so alles nicht. Das ist alles aus dem Zusammenhang gerissen worden", sagte der THW-Geschäftsführer.

Und ergänzte: "Filip Jicha ist ein so verdienter Spieler beim THW Kiel. Dass er nun beim FC Barcelona spielt, ist sein eigener Wunsch. Er hat sehr viel für den THW geleistet. Was nun in den Medien stand, sind Aussagen, die aus einem anderen Zusammenhang kommen. Das passt nicht zu beiden - sie haben beide (Jicha und Gislason, Anm. d. Red.) sehr viel für den THW Kiel getan." Man solle die Debatte nun beenden.         

Mamelund als Jicha-Ersatz

Der frühere Welthandballer Jicha hatte die Kieler nach acht Jahren im Klub aufgrund finanzieller Probleme öffentlich um seine Freigabe gebeten und war für rund 750.000 Euro nach Barcelona gewechselt.

Als Ersatz verpflichtete Kiel den norwegischen Nationalspieler Erlend Mamelund von Haslum HK.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel