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Beim Sieg über Wetzlar verliert Kiels Rene Toft Hansen die Nerven, sieht nach einer Tätlichkeit Rot. Auch ein Anderer bestätigt Stefan Kretzschmars Prügel-These.

Zwei Rote Karten beim 30:26 (16:14)-Auswärtssieg des THW Kiel gegen die HSG Wetzlar - und offenbar weitere Fingerzeige für die Verrohung in der DKB HBL: (SERVICE: Ergebnisse und Spielplan)

Zweimal Rot: Erst leistete sich Kiels Rene Toft Hansen (r.) eine Tätlichkeit, dann verlor auch noch Wetzlars Joao Ferraz die Nerven © SPORT1

In dem phasenweise sehr ruppigen Bundesliga-Topspiel leistete sich zunächst Kiels Mannschaftskapitän Rene Toft Hansen eine klareTätlichkeit (12.).

In der Schlussphase verlor gegenüber dann auch noch Joao Ferraz die Nerven (49.).

Der 2,01 Meter große und 112 Kilogramm schwere Hansen hatte nach einer Umklammerung von Gegenspieler Kristian Bliznac zu einem Schlag mit der flachen Hand angesetzt.

Kretzschmars Prügel-These bestätigt sich

"Das war eine klare Rote Karte, das sagt er auch selber", meinte THW-Coach Alfred Gislason nach Abpfiff bei SPORT1 und wollte die Szene gar nicht erst schön reden. "Das hat uns eine Weile große Probleme bereitet", fügte der Isländer an.

"Da kann der Schiedsrichter ja gar nicht anders, als ihm Rot zu zeigen", meinte auch SPORT1-Co-Kommentator Stefan Kretzschmar unmittelbar nach der unsportlichen Aktion.

Schon in seiner SPORT1-Kolumne hatte der frühere Nationalspieler in der DKB HBL einen Trend zu einer Prügelliga beklagt

Nach Hansen auch erneut Rot für Wetzlars Ferraz

Beleg dafür neben Toft Hansens Aussetzer war die ebenso klare Rote Karte für Ferraz:

Der Rückraumspieler der bisherigen Wetzlarer Überraschungsmannschaft leistete sich gegen Steffen Weinhold eine üble Aktion, griff dem durch die Mitte drängenden Shooter ins Gesicht.

Erneut lagen die Schiedsrichter mit der Hinausstellung richtig.

Pikant: Bereits am Spieltag zuvor beim 29:28 über Frisch Auf Göppingen war Ferraz mit Rot belangt worden, weil er Gegenspieler Lars Kaufmann einen Schlag gegen die Nase verpasst hatte. 

Dissinger überragt

Als Tabellenvierter festigten die Kieler immerhin ihren Platz in der Spitzengruppe, während die Mittelhessen Tabellensechster sind. (SERVICE: Die Tabelle)

Trainer Gislason durften sich unter anderem über neun Tore seines Rückraumspielers Christian Dissinger freuen.

Im Stenogramm:

HSG Wetzlar - THW Kiel 26:30 (14:16)
Tore: Holst (6), Fath (5), Lipovina (5), Joli (3), Weber (2), Kohlbacher (2), Ferraz (2), Laudt (1) für Wetzlar - Dissinger (9), Weinhold (6), Ekberg (5), Duvnjak (5), Dahmke (3), Vujin (1), Anic (1) für Kiel
 Zuschauer: 4412

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