vergrößernverkleinern
Andreas Rudolph ist Mäzen des HSV Handball
Andreas Rudolph will dem HSV helfen, aber auch Veränderungen sehen © Getty Images

Andreas Rudolph ist unter Bedingungen bereit, den insolventen HSV Handball weiter zu unterstützen. Ansonsten sieht er schwarz für den Bundesligisten.

Andreas Rudolph ist prinzipiell weiterhin bereit, den insolventen Bundesligisten HSV Hamburg finanziell zu unterstützen.

Der Mäzen und Hauptsponsor des Champions-League-Siegers von 2013 knüpft ein mögliches Engagement aber an Bedingungen.

"Ich würde eine größere Summe investieren - aber nur dann, wenn ich nicht mehr die Hauptperson im Verein bin und sich andere Unterstützer ebenfalls beteiligen", sagte der 60-Jährige am Samstag bei einem Medientermin. Andernfalls sei eine Unterstützung des HSV für ihn "in weite Ferne" gerückt. Rudolph stellte jedoch auch unmissverständlich klar, dass er nicht mehr mit einer Rettung des angeschlangenen Klubs rechne - zumindest nicht ohne seine Beteiligung: "Es gibt keinen Neuanfang ohne mich."

Hamburg hatte vor wenigen Tagen einen Insolvenz-Antrag gestellt, die Unterlagen des Vereins werden derzeit von Insolvenzverwalter Gideon Böhm geprüft.

Düstere Aussichten

"Jeden Monat stehen rund 100.000 Euro an Einnahmen rund 400.000 Euro an Ausgaben gegenüber", erklärte Rudolph die prekäre Lage des HSV und monierte fehlende Unterstützung durch Sponsoren und die Stadt Hamburg. Spitzen-Handball halte er sich in Zukunft in Hamburg für nicht mehr möglich.

Die Lizenz für die laufende Saison hatte der HSV nur dank einer Sicherheit von Rudolph bekommen. Nach Rudolphs Darstellung hat es sich aber nicht um eine Patronatserklärung gehandelt, erklärte der Mäzen. Vielmehr sei es eine Verpflichtungserklärung mit bestimmten Bedingungen gewesen. Bedingungen, denen Rudolph nach seiner eigenen Auffassung aber bereits nachgekommen sei.

"Das ist eine rechtlich sehr komplexe Fragestellung, zu der ich erst zu einem späteren Zeitpunkt etwas sagen kann", hatte Böhm zuvor erklärt.

Bis Ende Januar soll laut Böhm ein tragfähiges Sanierungskonzept auf die Beine gestellt werden, der Spielbetrieb bleibe aufrecht erhalten. Laut Statuten droht dem Verein ein Abzug von bis zu zwölf Punkten, die Saison dürfen die Hanseaten aber zu Ende spielen.

Sollte der Abstieg vermieden werden, darf sich der HSV bei entsprechender Sanierung um die Lizenz für die nächste Saison bewerben. 

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel