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Rekordmeister Kiel trotzt nach der EM-Pause den Verletzungssorgen. Unter den Europameistern ragt Kühn heraus. Steffen Weinhold spricht bei SPORT1 über seine Verletzung.

Rekordmeister THW Kiel ist ungeachtet seiner Verletzungssorgen glänzend aus der EM-Pause zurückgekommen und hat nach Pluspunkten zu Spitzenreiter Rhein-Neckar Löwen aufgeschlossen.

Die Zebras gewannen das Duell mit dem VfL Gummersbach in der DKB HBL 31:26 (14:11).

Die Löwen können allerdings den alten Abstand nach ihrem Champions-League-Auftritt gegen Vardar Skopje am Sonntag bei Frisch Auf Göppingen wiederherstellen.

Gummersbach nutzt doppelte Überzahl nicht

Gummersbach erwischte im ersten Bundesliga-Spiel nach der EM zunächst den besseren Start und lag bis zehn Minuten vor Ende der ersten Hälfte sogar in Führung.

Doch dann leisteten sich die Gummersbacher einige leichte Fehler, was Kiel eiskalt bestrafte. Kurz vor der Halbzeit spielte der VfL sogar für 100 Sekunden in doppelter Überzahl, schaffte es in dieser Zeit aber nicht, den Kieler Vorsprung zu verkürzen.

Zu Beginn der zweiten Hälfte legte Kiel erneut einen kurzen Zwischensprint hin und kontrollierte von da an das Spielgeschehen weitgehend.

"Leichte Fehler haben uns das Spiel gekostet"

"Wir haben gut begonnen, aber hatten dann fünf bis zehn Minuten am Ende der ersten Halbzeit, in denen uns viele einfache Fehler das Spiel gekostet haben. Kiel hat es in der zweiten Hälfte clever gemacht und das Ergebnis die ganze Zeit verwaltet, sodass keine richtige Spannung mehr aufkam", sagte Europameister Julius Kühn bei SPORT1.

Kühn zeigte insgesamt eine starke Partie und war mit acht Toren bester Werfer seines Teams. Zwischendurch wollte er aber zu viel und nahm einige unnötige schlechte Würfe.

Die anderen Europameister bei Gummersbach, Carsten Lichtlein und Simon Ernst, konnten der Partie nicht ihren Stempel aufdrücken.

Anders als die Schiedsrichter, die mit ihren zahlreichen Strafzeiten für Diskussionen sorgten.

Weinhold hofft auf Comeback im April

Kiel musste auf die beiden Europameister Steffen Weinhold (Muskelabriss) und Christian Dissinger (Adduktorenverletzung) verzichten, die sich beim Turnier in Polen verletzt hatten.

Weinhold verriet in der Halbzeitpause bei SPORT1 aber, dass er Fortschritte macht. "Mir geht es ganz gut. Ich hab keine Schmerzen mehr und habe bereits mit der Reha begonnen. Ich hoffe, dass ich bis Mitte April wieder spielen kann."

Als einziger Europameister bei Kiel stand Linksaußen Rune Dahmke gegen Gummersbach im Kader, der jedoch ohne Torerfolg blieb. Bester Torschütze der Gastgeber vor 10.285 Zuschauern war der Kroate Domagoj Duvnjak (9).

Im zweiten Spiel des Abends unterlag die SC Magdeburg mit Europameister Finn Lemke in der Abwehr mit 28:31 (12:17) gegen Aufsteiger SC DHfK Leipzig. Magdeburg (17:21) bleibt Zehnter vor Leipzig auf Platz elf (17:23).

Stenogramm:

THW Kiel - VfL Gummersbach 31:26 (14:11)
Tore: Duvnjak (9), Ekberg (8), Vujin (6), Klein (5), Lackovic (3) für Kiel
Kuhn (8), Schmidt (7), Ernst (3), Bult (2), Pevnov (2), Schröder (2), Schindler (1), von Gruchalla (1) für Gummersbach
Zuschauer: 10.285

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