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Die Rhein-Neckar Löwen lassen Aufsteiger Stuttgart im Derby keine Chance und setzen den THW Kiel unter Druck. Das schönste Tor der Partie erzielt aber der Verlierer.

Auf der Jagd nach ihrem ersten Meistertitel haben die Rhein-Neckar Löwen die Tabellenführung in der DKB Handball-Bundesliga souverän gefestigt.

Die Löwen (40:6 Punkte) gewannen im ersten Spiel nach der Länderspielpause beim TVB Stuttgart am Mittwochabend ohne Mühe mit 33:21 (16:9) und setzten sich im Fernduell um den Titel vorerst mit zwei Punkten Vorsprung vor dem THW Kiel (38:6) ab.

Der Titelverteidiger bestreitet das nächste Ligaspiel bei TSV Hannover-Burgdorf erst am 27. März.

Löwen starten wie entfesselt

Die Gäste legten in der Porsche-Arena furios los und erzielten die ersten sechs Tore der Partie. Vom frühen Anfangsschock erholte sich Stuttgart nicht mehr, näher als vier Treffer kam der Aufsteiger nicht mehr heran.

"Wir hatten einen super Start ins Spiel. Stuttgart war nach dem Start nicht mehr so ganz euphorisch", sagte Uwe Gensheimer bei SPORT1.

Die Löwen bauten ihre Führung im Laufe der Partie immer weiter aus und ließen Ex-Nationaltorhüter Johannes Bitter mit Schnellangriffen immer wieder verzweifeln.

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Bitter verhinderte teilweise auch Schlimmeres. Nach einem Traumpass von Patrick Groetzki über das ganze Feld leitete Uwe Gensheimer den Ball auf den mitgelaufenen Gedeon Guardiola weiter, der allerdings am glänzend reagierenden Bitter scheiterte.

Das schönste Tor der Partie erzielte aber Stuttgart. Von Rechtsaußen bediente Michael Spatz den in den Kreis springenden Dominik Weiß, der per Kempa-Trick vollendete.

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Flensburg bleibt dran

Gensheimer wusste auch, warum man nie in die Gefahr kam, sich gegen die bis zu dieser Saison als TV Bittenfeld angetretenen Gastgeber einen Ausrutscher zu leisten. "Man muss großen Respekt haben, das ist ganz klar. Wir wollten von Anfang an zeigen, dass wir die bessere Mannschaft sind. Das sind wir auch, wenn wir die gleiche Einstellung wie Bittenfeld auf die Platte bringen", so Gensheimer.

Der Nationalmannschaftskapitän war mit zehn Toren bester Werfer. Flügel- und DHB-Kollege Groetzki glänzte mit fünf Treffern ebenfalls, Harald Reinkind (7) drehte vor allem nach der Pause auf. Weiss ragte mit sechs Treffern bei den Stuttgartern heraus.

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Den Löwen und Kiel auf den Fersen bleibt die SG Flensburg-Handewitt. Nach einem schwierigen Start fertigte die SG die HSG Wetzlar schlussendlich mit 35:23 ab. Mit 38:8-Punkten sind die Flensburger weiter in Schlagdistanz. Lasse Svan als erfolgreichster SG-Werfer steuerte sechs Tore bei.

Im dritten Spiel des Abends gab die MT Melsungen gegen die SC Magdeburg eine Führung aus der Hand und kam nicht über ein 28:28 hinaus. Das Überraschungsteam hat sich mit 35:13-Punkten damit wohl endgültig aus dem Titelkampf verabschiedet.

TVB Stuttgart - Rhein-Neckar Löwen 21:33 (9:16)
Tore: Weiss (6), Spatz (3/2), Kisum (3), M'Bengue (3), Fotache (2), Schimmelbauer (1), Schweikardt (1), Friedrich (1), Coric (1) für Stuttgart - Gensheimer (10/3), Reinkind (7), Groetzki (5), Larsen (4), Pekeler (3), Ekdahl du Rietz (2), Schmid (1), Kneer (1) für die Rhein-Neckar Löwen
Zuschauer: 6211

SG Flensburg-Handewitt - HSG Wetzlar 35:23 (16:12)
Tore: Lasse (6), Glandorf (5), Mahe (4/2), Mogensen (4), Lauge Schmidt (4), Radivojevic (4), Kozina (4), Toft Hansen (2), Wanne (1), Jakobsson (1), Gottfridsson (1) für Flensburg - Bliznac (7), Ferraz (6), Holst (3/3), Rompf (2), Mirkulovski (2), Weber (1), Hahn (1), Kohlbacher (1) für Wetzlar
Zuschauer: 6300

MT Melsungen - SC Magdeburg 28:28 (15:13)
Tore: P. Muller (6), Sellin (5/3), Forstbauer (4), Maric (3), Schneider (3), Danner (2), Boomhouwer (2), Rnic (2), Vuckovic (1) für Melsungen - Weber (8/3), Rojewski (5), Damgaard (5), Grafenhorst (4), Haass (2), Zelenovic (2), Bagersted (1), Lemke (1) für Magdeburg
Zuschauer: 4106

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