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Die Rhein-Neckar geben sich im Titelkampf keine Blöße und fertigen den BHC ab. Magdeburg setzt sich im Duell mit Frisch Auf Göppingen in letzter Minute durch.

Im Dreikampf um die deutsche Meisterschaft haben die Rhein-Neckar Löwen und die SG Flensburg-Handewitt nicht den Hauch einer Schwäche gezeigt und den in der Champions League aktiven Meister THW Kiel mit Siegen am 26. Spieltag unter Druck gesetzt.

Der Vizemeister aus der Kurpfalz siegte 28:20 (14:10) gegen den Bergischen HC und hat mit 42:6 Punkten nun vier Pluspunkte mehr auf dem Konto als der THW, der allerdings zwei Spiele weniger bestritten hat.

Deswegen konnte auch der frühere Champions-League-Sieger Flensburg (40:8) durch das deutliche 29:22 (17:12) bei der HBW Balingen-Weilstetten zumindest vorläufig am Nordrivalen vorbeiziehen.

Mads Mensah Larsen war mit sechs Treffern bester Torschütze der Löwen, Arnor Thor Gunnarsson netzte fünfmal für den BHC ein.

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"Da wurde er röter im Gesicht"

Trotz des klaren Sieges waren die Löwen nicht restlos mit der Leistung zufrieden: "Wir haben am Anfang unsere Chancen nicht genutzt und einige technische Fehler gemacht. So haben wir den BHC im Spiel gehalten", erklärte Nationalspieler Hendrik Pekeler bei SPORT1. Vor allem das Spiel in Überzahl funktionierte nicht wie gewünscht. 

"Unser Trainer war in der ersten Halbzeit ziemlich sauer, als wir zwei Tore in Überzahl kassiert haben. Da wurde er röter im Gesicht. So was darf uns nicht passieren, vor allem zu Hause nicht", erklärte der Kreisläufer der Löwen. 

Christian Hoße vom BHC machte bei SPORT1 die starke Verteidigung der Löwen für die klare Niederlage verantwortlich: "Sie haben sehr aggresiv gedeckt, dann reibt man sich auf." Man habe sich viel vorgenommen, den Plan aber nur in den ersten 25 Minuten umgesetzt. 

Im Kampf gegen den Abstieg zeigte er sich dennoch zuversichtlich: "Wir werden alles geben, frühzeitiger den Klassenerhalt zu schaffen. Wir sind jetzt in einer Phase, in der wir wieder mehr Selbstvertrauen haben."

Rückschlag für Göppingen

Zuvor hatte der SC Magdeburg bereits Frisch auf Göppingen im Kampf um das internationale Geschäft einen Rückschlag zugefügt.

Vor heimischem Publikum setzte sich der Ost-Klub in einem engen Duell kurz vor Schluss mit 28:27 (12:10) durch.Bester Schütze Magdeburgs war Robert Weber mit neun Treffern, Anton Halen war auf der Gegenseite mit sieben Toren am erfolgreichsten.

Zum Matchwinner für Magdeburg avancierte Michael Damgaard - noch kurz vorher Opfer eines harten Fouls, für das Tim Kneule mit Rot vom Platz musste. 14 Sekunden vor Schluss fand der Däne die Lücke und warf das entscheidende Tor.

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In der Tabelle steckt der SCM als Zehnter weiter im Niemansland fest, Göppingen rangiert mit 29:19 Punkten auf Platz sechs.

Besser verlief der Spieltag für die Füchse Berlin (5.), die mit einem ungefährdeten Sieg den Vorsprung auf Göppingen ausbauen konnten.Das Team von Trainer Erlingur Richardsson überzeugte am 26. Spieltag mit einem 34:26 (14:14) bei Altmeister TBV Lemgo und festigte mit 31:17 Punkten den fünften Tabellenplatz.

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