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Der THW lässt im engen Titelkampf einen Punkt liegen. Bei Hannover-Burgdorf sieht Kiel eine gute Minute vor Schluss schon wie der Verlierer aus. Gislason hadert.

Der THW Kiel hat im Titelkampf der DKB HBL geschwächelt. Bei der ersatzgeschwächten TSV Hannover-Burgdorf kamen die Kieler am 26. Spieltag nicht über ein 30:30 (14:14) hinaus.

Damit bleibt der Rekordmeister mit nun 39:7 Punkten Tabellendritter hinter Spitzenreiter Rhein-Neckar Löwen (42:6) und der SG Flensburg-Handewitt (40:8), die beide ein Spiel mehr bestritten haben. (Tabelle der DKB HBL)

"Wir haben nie richtig in unsere Abwehr gefunden, deshalb holen wir noch glücklich einen Punkt", sagte Alfred Gislason bei SPORT1.

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Der Kieler Trainer war mit der einen oder anderen Schiedsrichterentscheidung gegen sein Team in der dramatischen Schlussphase nicht ganz einverstanden. "Das kann man auch anders sehen. Letztendlich sind wir aber selber schuld", so der Isländer.

Comeback kurz vor Schluss

In der Endphase lag Kiel erst mit vier und dann 70 Sekunden vor Abpfiff mit zwei Toren zurück, kämpfte sich aber zum Punktgewinn. Hannovers Mait Patrail traf in den Schlussekunden noch den Pfosten, THW-Keeper Niklas Landin lenkte den Ball entscheidend ab.

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Bester Schütze des THW war Deutschlands EM-Held Christian Dissinger mit elf Toren, Joakim Andre Hykkerud war für die Gastgeber am erfolgreichsten (5). Hannover rangiert in der Tabelle auf dem neunten Platz. 

"Es war die berühmte Achterbahnfahrt. Es war alles drin, was der Handball zu bieten hat. Es freut mich, dass wir zu Hause ungeschlagen bleiben", meinte Hannovers Torhüter Martin Ziemer bei SPORT1. Er hatte mit 18 Paraden großen Anteil am Punktgewinn.

Gislason: "Punktverlust tut weh"

Die Kieler Konkurrenten Flensburg und Rhein-Neckar Löwen kämpfen am Ostersonntag um den Einzug ins Viertelfinale der Champions League, das der THW bereits erreicht hat.

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"Der Punktverlust tut weh. Die Löwen haben das deutlich einfachere Restprogramm. Jetzt sind wir im Rückstand. Wenn sie bei sechs Minuspunkten bleiben, werden sie zu Recht Meister", sagte Gislason zum spannenden Rennen um die deutsche Meisterschaft.

Im zweiten Spiel des Tages gewann Altmeister VfL Gummersbach problemlos 31:21 (16:11) bei Aufsteiger DHfK Leipzig und bleibt Achter (28:22). Gummersbachs Magnus Persson erzielte acht Tore. 

Die Spiele im Stenogramm:

TSV Hannover-Burgdorf - THW Kiel 30:30 (14:14)
Tore: Patrail (5), Hykkerud (5), Christophersen (5), Karason (4/2), Mortensen (3), Lehnhoff (3), Kastening (2), Dräger (1), Szücs (1), Johannsen (1/1) für Hannover - Dissinger (11), Dahmke (5), Vujin (4/2), Duvnjak (3), Brozovic (3), Sprenger (2), Anic (1), Canellas (1) für Kiel
Zuschauer: 9900

DHfK Leipzig - VfL Gummersbach 21:31 (11:16)
Tore: Jurdzs (5), Weber (5/3), Semper (3), Meschke (2), Binder (1), Milosevic (1), Roschbeck (1), Sommer (1), Steinert (1), Strosack (1) für Leipzig - Persson (8/5), Kuhn (7), Schindler (5), Ernst (3), Pevnov (2), Zufelde (2), Becker (1), Schröter (1), Schröder (1), von Gruchalla (1) für Gummersbach
Zuschauer: 4782

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