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Der THW Kiel setzte sich überraschend klar gegen Barcelona durch
Der THW Kiel setzte sich überraschend klar gegen Barcelona durch © Imago

Beste Basis fürs Weiterkommen: Der THW Kiel deklassiert Titelverteidiger FC Barcelona im Viertelfinal-Hinspiel der Königsklasse. Ex-Kollege Filip Jicha geht unter.

Der THW Kiel hat in der Champions League ein Ausrufezeichen gesetzt.

Der deutsche Handball-Rekordmeister besiegte Titelverteidiger FC Barcelona überraschend deutlich 29:24 (16:12) und erarbeitete sich damit eine glänzende Ausgangslage für das Viertelfinal-Rückspiel am kommenden Samstag (18.30 Uhr) beim katalanischen Starensemble.

Beim Comeback von Kreisläufer Patrick Wiencek, der ein halbes Jahr nach seinem Kreuzbandriss erstmals wieder auflief, gelang Kiel der zehnte Sieg im 20. Duell mit den Spaniern. In Barcelona könnte sich der THW nun sogar eine Niederlage mit bis zu vier Toren Rückstand erlauben.

"Das war ein Fest über uns alle"

Im ersten Vergleich am Sonntag überragte vor allem Dominik Klein. Dem Weltmeister von 2007 gelangen gleich neun Treffer. Das war ein Fest für uns alle", sagte Klein bei Sky: "Wir wollten uns einen schönen Abend machen und das haben wir wunderbar hingekriegt."

Entscheidenden Anteil am Erfolg hatte aber auch Torhüter Niklas Landin, der mit 13 Paraden und 35% gehaltenen Würfen eine bärenstarke Leistung zeigte.

Kiels Coach Alfred Gislason warnte sein Team aber davor, sich zu sicher zu fühlen: "Wir freuen uns über diesen Sieg, aber wir sind alles andere als weiter. Wir sind nach wie vor krasser Außenseiter."

Jicha enttäuscht bei Rückkehr

Bei Barcelona fand die THW-Legende Filip Jicha gegen seine Ex-Teamkollegen nie richtig ins Spiel und erzielte nur ein Tor. Hinterher gab der im Spiel nervös wirkende Jicha zu, dass ihm das Spiel nicht leicht fiel.

"Es ist für mich ein schwieriges Spiel - umso schwieriger, da ich in Kiel meine besten Jahre hatte. Man hat auch gesehen, dass ich nicht mehr springen kann", sagte Jicha.

Im Rückspiel geht es um die Teilnahme am Final Four in Köln am 28./29. Mai. Die SG Flensburg-Handewitt hatte am Samstag gegen das polnische Spitzenteam KS Vive Kielce trotz starker Leistung nur ein 28:28 (13:14) erreicht.

Das Spiel im Stenogramm:

THW Kiel - FC Barcelona 29:24 (16:12)
Tore: Klein (9), Canellas Reixach (6), Duvnjak (5), Vujin (4), Jaanimaa (2), Brozovic (1), Wiencek (1), Weinhold (1) für Kiel
Lazarov (6), Entrerrios Rodriguez (3), Nöddesbo (2), Tomas Gonzalez (2), Sorhaindo (2), Sigurdsson (2), Jicha (2), Jallouz (2), Sarmiento Melian (1), Syprzak (1), Morros de Argila (1) für Barcelona
Zuschauer: 10.285

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