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Berlins Drago Vukovic verlor das Bewusstsein, nachdem er seine Zunge verschluckt hatte. HSG-Teamarzt Marco Kettrukat behandelte ihn © Imago

Zum Start in die 51. Saison feiern die Füchse einen Auswärtssieg. Doch ein Drama um Drago Vukovic überschattet die Partie. Am Samstag gibt der Verein Entwarnung

Die Füchse Berlin sind der erste Sieger der neuen Saison in der DKB HBL, mussten zugleich aber einen schweren Schock um Drago Vukovic verkraften.

Der linke Rückraumspieler der Füchse war nach einem Zusammenprall am Boden liegen geblieben.

Er verschluckte seine Zunge und verlor das Bewusstsein. Bange Minuten für die Füchse und ihre Fans. HSG-Teamarzt Marco Kettrukat reagierte am Schnellsten und behandelte Vukovic.

Er wurde in die Unfallklinik gebracht. Dort erlangte er dann sein Bewusstsein zurück.

Am Samstagmorgen gaben die Hauptstädter nach weiteren Untersuchungen schließlich Entwarnung.

"Ihm geht es soweit gut", teilten die Füchse via Twitter mit. Auch die Kopfschmerzen seien inzwischen wieder verschwunden.

Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning zeigte sich erleichtert: "Ich bin ich glücklich, dass man Drago so schnell helfen konnte. Der Dank gilt Wetzlars Arzt Marco Kettrukat."

Weber bester Werfer

Trotz dieser Schrecksekunde feierte der Pokalsieger von 2014 in der DKB HBL zum Auftakt der neuen Spielzeit einen 27:22 (14:12)-Erfolg bei der HSG Wetzlar.

Philipp Weber war vor 4100 Zuschauern mit acht Toren bester Werfer der HSG, bei der Spielmacher Philipp Pöter wegen gesundheitlicher Probleme auf umbestimmte Zeit ausfallen wird.

Der für den 30-Jährigen verpflichtete Schwede Emil Berggren ging leer aus.

Berlins Nenadic überragend

Petar Nenadic (7) und Bjarki Mar Elisson (6) trafen bei den Gästen am besten. Der Europameister und Olympiadritte Fabian Wiede steuerte vier Treffer bei.

Allein nach der Pause mussten die Füchse während einer Drangphase der Mittelhessen ein wenig bangen.  

Gerechnet wird in der neuen Saison mit einem Dreikampf um den Titel zwischen Meister Rhein-Neckar Löwen, Vizemeister SG Flensburg-Handewitt und Rekordchampion THW Kiel.

Die Kieler, nun mit Europameister-Torwart Andreas Wolff zwischen den Pfosten, wollen nach einer titellosen Spielzeit wieder angreifen und haben personell kräftig aufgerüstet.

Das Spiel im Stenogramm:

HSG Wetzlar - Füchse Berlin 22:27 (12:14)
Tore: Weber (8/3), Bjornsen (6), Ferraz (2), Klesniks (2), Kohlbacher (1), Kraft (1), Kneer (1), Lipovina (1), für Wetzlar - Nenadic (7), Wieder (6/2), Elisson (6), Drux (3), Lindberg (2), Kozina (2), Zachrisson (1), für Berlin
Zuschauer: 4081

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