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Bei der Rückkehr zum Ex-Klub muss Keeper Andreas Wolff eine unerwartete Pleite hinnehmen. Vor allem in der ersten Halbzeit enttäuscht Kiel komplett.

Rekordmeister THW Kiel hat in der DKB Handball-Bundesliga schon am zweiten Spieltag die erste Saisonniederlage hinnehmen müssen. Das Team um Europameister Andreas Wolff unterlag bei dessen Ex-Klub HSG Wetzlar überraschend mit 24:27 (10:15).

Dabei hatte Wolff vor Saisonstart noch getönt: "Ich habe davon gehört, dass die SG Flensburg-Handewitt der Favorit sein soll und nicht mehr der THW Kiel, aber ich denke nach der Hinrunde wird jeder sehen, dass am THW kein Weg vorbei führt."

In Wetzlar war davon nichts zu sehen. Die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte musste Wolff als misslungen abhaken. "Ich hatte mich auf das Spiel gefreut, und ich habe auch viele Bekannte gesehen, aber um meine Gemütslage zu beschreiben, braucht es keine großen Worte: ein Scheißgefühl", sagte er der ARD.

Trainer Alfred Gislason musste sogar eingestehen: "Wir haben heute gegen einen Gegner verloren, der besser war als wir." Die Kieler lagen über die gesamte Spieldauer hinten.

Einige Spieler bei Olympia

Zum Auftakt hatte die THW-Mannschaft des Isländers nicht einmal 48 Stunden zuvor beim TVB 1898 Stuttgart gewonnen (27:22).

Die kurze Pause von nur zwei Tagen kam den Kielern nicht zugute. Dazu ist das neuformierte Team noch nicht eingespielt, viele Akteure - darunter die Deutschen Patrick Wiencek und Steffen Weinhold - waren bei den Olympischen Spielen im Einsatz.

Wandschneider durchbricht schwarze Serie

Der Freude von Wetzlar-Trainer Kai Wandschneider tat dies keinen Abbruch. Er brach durch den Überraschungserfolg eine schwarze Serie und lobte vor allem die Einstellung seiner Mannschaft: "Das war mein 17. Spiel gegen Kiel und im 17. Anlauf endlich ein Sieg", so Wandschneider.

Bester Werfer bei Außenseiter Wetzlar im vorgezogenen Spiel der 3. Runde war Vladan Lipovina mit acht Toren.

Für die vor allem in der ersten Hälfte wenig überzeugenden Kieler mit Torhüter Wolff, der nach drei Jahren in Wetzlar zum THW gewechselt war, kam Marko Vujin auf vier Treffer.

Am Sonntag (ab 15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) geht es für den THW zu Hause gegen den TBV Lemgo weiter.

Das Spiel im Stenogramm:

HSG Wetzlar - THW Kiel 27:24 (15:10)

Tore: Lipovina (8), Kohlbacher (5), weber (4), Kvist (4), Hahn (4), Mirkulovski (1) für Wetzlar
Vujin (4), Ekberg (3), Duvnjak (3), Dahmke (2), Bilyk (2), Nilsson (2), Santos (2), Wiencek (2), Zeitz (2), Weinhold (1), Toft Hansen (1) für Kiel

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